Alle Entwicklungen zum tödlichen Drama Französischer „Hondius”-Passagier „zeigte im Rückführungsflugzeug Symptome”

Es breitet sich immer weiter aus!
Auf einem Kreuzfahrtschiff ist das Hantavirus ausgebrochen. Drei Menschen sind schon tot. Mehrere weitere, die Kontakt zu den Erkrankten hatten, haben sich infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Liveticker.
Drei Menschen sterben an Hanta-Infektion
Kurz nach der Ankunft des von einem Ausbruch des Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes auf Teneriffa haben sich Ärzte an Bord der „Hondius” begeben. Das medizinische Personal werde nun auf dem Schiff die epidemiologische Untersuchung durchführen, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit.
Erst nachdem die Menschen an Bord auf akute Krankheitssymptome untersucht wurden, sollen alle Passagiere und zahlreiche der Crewmitglieder nach und nach ausgeschifft und anschließend auf dem Luftwege in ihre jeweiligen Heimatländer gebracht werden.
Klar ist nun auch, wie es mit den verbliebenen deutschen Passagieren vor Ort weitergeht: Gesundheitsministerin Mónica García sagte vor Journalisten, man werde zunächst die 14 Spanier an Bord ausschiffen und nach Madrid bringen. „Der nächste Staat, der die Evakuierung übernehmen wird, sind die Niederlande. Sie werden ebenfalls Staatsbürger aus Deutschland, Belgien und Griechenland sowie einen Teil der Besatzung mitnehmen“, erklärte sie.
Auf dem Kreuzfahrtschiff sind Reisegäste und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide sind sechs Deutsche an Bord.
Nach den jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte. (mit AFP, dpa)
Verwendete Quellen: AFP, dpa, ENEX, Reuters, eigene RTL-Recherchen


