Kosmetik-Mythen im CheckZu viel Hautpflege kann schaden! Was eure Haut wirklich braucht
Viel hilft viel – oder ist weniger doch mehr?
Bei der idealen Hautpflege gibt es jede Menge Mythen. Aber brauche ich wirklich unterschiedliche Cremes morgens und abends? Sind teure Produkte immer besser und was sollte eigentlich in einer guten Creme enthalten sein? Wir klären Zuschauerfragen zum Thema Kosmetikprodukte.
Inhaltsverzeichnis
- Ist teure Kosmetik besser als günstigere?
- Kann zu viel Creme auch schlecht für die Haut sein?
- Wann kann man nach einer Hauterkrankung die Haut wieder pflegen?
- Was hilft bei Augenringen und müden Augen?
- Braucht man unterschiedliche Cremes für morgens und abends?
- Sollte man die Creme ab und zu wechseln? Gewöhnt sich die Haut sonst an ein Produkt?
- Welche Inhaltsstoffe sollten in einer guten Creme sein?
Ist teure Kosmetik besser als günstigere?
„Teuer ist nicht gleich besser”, sagt Kosmetikwissenschaftlerin Dr. Meike Streker bei Punkt 12. Beim Preis komme es immer darauf an, was drin sei, welche Rohstoffe drin seien und auch wie viel Marketing gemacht werde. „Denn wir zahlen auch die Werbung, wir zahlen für die Verpackung.” Da manche Rohstoffe aber durchaus teurer seien als andere, sei ein höherer Preis in diesen Fällen gerechtfertigt. Man muss aber nicht unbedingt zum teuren Produkt greifen: „Es gibt heute wirklich in jeder Preiskategorie gute und gut verträgliche Produkte.”
Kann zu viel Creme auch schlecht für die Haut sein?
„Absolut. Wir sind ja gerade in so einem Trend mit 10-Step-Routinen und all so einem Quatsch”, sagt Streker. Man könne zwar schon für Augen, Gesicht und Co. verschiedene Cremes verwenden oder auch mal ein Serum einbauen. Ein Layering, also wenn man die Produkte übereinander anwende, brauche die Haut aber nicht. „Unsere Hautbarriere geht dann irgendwie in die Knie und sagt ‘Nee, das ist mir wirklich zu viel’. Unsere Haut möchte keine Trends, sondern sie braucht wirklich nur das, nachdem sie in dem Moment schreit, entweder Feuchtigkeit oder Fettschutz, aber zu viel kann wirklich schlecht sein.” DIe Folge könne eine Überpflegung sein und sich beispielsweise in einer perioralen Dermatitis äußern.

Wann kann man nach einer Hauterkrankung die Haut wieder pflegen?
Habe man seine Haut überpflegt und zum Beispiel eine periorale Dermatitis, auch als „Stewardessenkrankheit” bekannt, sei es das Beste, mehrere Wochen alle Kosmetikprodukte wegzulassen. Nach der Nulltherapie könne man langsam mit sanften Produkten, also mit einer milden Reinigung oder einer milden Feuchtigkeitspflege wieder anfangen. Die Expertin rät aber, nicht gleich zu Anti-Aging-Produkten zu greifen. „Die haben häufig Wirkstoffe, die noch mal reizen können. Das beste Anti-Aging-Mittel ist sowieso der Sonnenschutz.”
Was hilft bei Augenringen und müden Augen?
„Bei müden Augen hilft Schlaf, da können wir nichts wegcremen. Wir müssen einfach ausreichend schlafen”, sagt Streker. „Schlaf ist sowieso so wichtig für die Hautgesundheit, denn Kosmetik kann viel, aber wir müssen für eine gesunde Haut auf unsere Ernährung und unseren Lifestyle achten.” Das gelte zum Beispiel fürs Rauchen, was sehr schlecht für Haut sei.
Was bei Augenschatten helfe, lasse sich nicht pauschal sagen. „Das können zum einen Pigmentlagerungen sein, das kann aber auch eine dünne Haut sein, wo die Äderchen durchschimmern. Dann ist es okay, wenn wir eine gute Feuchtigkeitspflege verwenden, die so ein bisschen die Haut wieder aufpolstert. Ein toller Hack ist eine Augencreme mit der Komplementärfarbe. Ein bisschen gelblicher Ton, das kaschiert perfekt und vor allen Dingen auch Sonnenschutz, denn sonst kann es auch zu stärkeren Pigmentierungen durch die Sonne kommen.” Habe man geschwollene Augen seien zudem Augenpads, die man vorab in den Kühlschrank legen könne, sehr effektiv.
Braucht man unterschiedliche Cremes für morgens und abends?
Häufig enthalten Tagescremes bereits einen UV-Schutz. „Dann ist es wichtig, dass man dieses Produkt abends nicht aufträgt. Dann ist es wirklich wichtig, gesondert zwei Produkte zu haben, denn der Lichtschutz gehört nicht abends ins Bett. Der kann dann, wenn die Haut sich regeneriert, eindringen und das wollen wir nicht. Der wird abends runtergewaschen. Ansonsten, wenn man eine Tagespflege ohne Lichtschutz hat und diesen separat benutzt, dann kann man diese Pflege auch morgens und abends benutzen.”
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Sollte man die Creme ab und zu wechseln? Gewöhnt sich die Haut sonst an ein Produkt?
„Nein, das ist ein Ammenmärchen. Unsere Haut gewöhnt sich nicht an irgendeinen Wirkstoff und an eine Creme. Das ist eher in der Medizin bekannt. zum Beispiel bei Antibiotika. Das kennen wir, aber unsere Haut wird nicht resistent. Es macht aber Sinn, doch immer mal wieder zu gucken: Was braucht meine Haut denn jetzt? Denn in unterschiedlichen Lebensphasen hat unsere Haut auch unterschiedliche Bedürfnisse. Und im Sommer hat sie ein anderes Bedürfnis als im Winter. Aber grundsätzlich muss man nicht wechseln.”
Welche Inhaltsstoffe sollten in einer guten Creme sein?
„Das lässt sich nicht so pauschal sagen, weil so unterschiedlich wie wir sind, ist unsere Haut auch. Grundsätzlich sind Hautbarriere stabilisierende Wirkstoffe gut wie Niacinamid, Panthenol, das kennen wir alle vom früher aufs Knie fallen und ist ein toller Wirkstoff. Glycerin spendet super Feuchtigkeit, Hyaluronsäure und Antioxidantien, weil die noch mal schützen vor Sonne, vor Feinstaub und Sonnencreme. Und das war’s.”
Verwendete Quellen: RTL
































