Wunderwaffe gegen UmweltgifteScharf, fermentiert und ein Detox-Wunder! Darum solltet ihr jeden Tag Kimchi essen

Kimchi
Kimchi ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, er hat viele gesundheitliche Vorteile.
picture alliance / Zoonar | Jiri HERA

Traditionelle Ernährung liefert Lösungen für moderne Gesundheitsprobleme!
Kimchi ist längst der Superstar unter den Superfoods! Doch jetzt sorgt das koreanische Kultgericht für Schlagzeilen, die selbst Ernährungs-Profis überraschen: Laut einer neuen Studie könnte Kimchi dabei helfen, Mikroplastik aus unserem Körper zu schleusen. Klingt wie Science-Fiction – ist aber echte Forschung. Und plötzlich bekommt der würzige Kohl einen völlig neuen Glam-Faktor.

Kimchi soll Mikroplastik aus dem Darm entfernen können

Ob Trendgericht, Instagram-Star oder Darm-Booster – Kimchi hat bereits viele Rollen gespielt. Jetzt kommt eine neue dazu. Das fermentierte koreanische Gericht ist nicht nur ein geschmackliches Erlebnis, sondern auch ein Geschenk für unsere Gesundheit. Kimchi fördert durch probiotische Milchsäurebakterien die Darmflora, stärkt das Immunsystem und liefert Vitamine. Es wirkt entzündungshemmend und kann helfen, den Stoffwechsel zu verbessern. Aber Kimchi kann offenbar noch viel mehr, wie eine kürzlich in der Fachzeitschrift Bioresource Technology (Niederlande) veröffentlichte Studie zeigt.

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Es geht um das unsichtbare Problem unserer Zeit: Mikroplastik. Mikro- und Nanoplastik sind überall: in Wasser, Lebensmitteln, Luft – und inzwischen sogar in Organen und Gewebe nachweisbar. Diese winzigen Partikel können laut Forschern Zellen durchdringen und sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Kein Wunder also, dass Wissenschaftler weltweit nach Strategien suchen, wie wir die Plastikpartikel im Körper wieder loswerden können. Und genau hier kommt Kimchi ins Spiel.

Die Studie: Kimchi-Bakterien als Mini-„Plastikmagnete“

Wie das People-Magazin berichtet, untersuchten Forschende ein spezielles Milchsäurebakterium aus Kimchi – Leuconostoc mesenteroides. Das überraschende Ergebnis: Dieses Bakterium kann Nanoplastik im Darm binden und dabei helfen, es aus dem Körper auszuscheiden. In Tierversuchen zeigte sich demnach ein spektakulärer Effekt: Mäuse, die die Kimchi-Bakterien erhielten, schieden mehr als doppelt so viel Nanoplastik aus wie die Kontrollgruppe.

Die Erklärung: Die Mikroorganismen wirken laut der Studie offenbar wie eine Art biologischer Klettverschluss – sie heften sich an Plastikpartikel und transportieren sie aus dem Darm hinaus. Aber warum gerade Kimchi? Kimchi besteht aus fermentiertem Gemüse wie Chinakohl oder Rettich. Durch den Fermentationsprozess entstehen probiotische Kulturen, die das Darmmikrobiom stärken und die Verdauung unterstützen.

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Experten vermuten, dass eine gesunde Darmflora eine Schlüsselrolle spielen könnte, wenn es darum geht, Schadstoffe aus dem Körper zu entfernen. Neben dem möglichen „Plastik-Detox“ punktet Kimchi ohnehin mit klassischen Benefits. Kurz gesagt: Kimchi ist schon lange gesund – die neue Studie hebt das Ganze nun auf ein neues Level.

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Bei Kimchi auf Salz, Säure und Schärfe achten

So spektakulär die Ergebnisse sind: Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Die bisherigen Tests wurden an Mäusen durchgeführt – nicht an Menschen. Die Wissenschaftler betonen deshalb, dass weitere Studien nötig sind.

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Auch wichtig zu wissen: Bei einem empfindlichen Magen kann die Schärfe und Säure von Kimchi unangenehm sein. Deshalb sollte man die Verträglichkeit erst in kleinen Mengen testen. Und zu viel Kimchi kann wegen des Salzgehalts problematisch sein. Experten empfehlen daher Mengen von ca. 100 bis 200 Gramm pro Tag.

Verwendete Quellen: Bioresource Technology, People