Dubiose Minijobs boomenDas miese Versprechen vom schnellen Geld

von Maria Neubauer

600 Euro in zehn Minuten. So leicht war Geld verdienen nie!
Mit solchen Botschaften werben selbsternannte Coaches auf Instagram und TikTok. Der Traum vom schnellen Geld scheint nur ein paar Klicks entfernt. Die Clips wirken professionell, die Versprechen konkret. Doch hier lauern Gefahren.

Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Jobangeboten auf Social Media

Bei Interesse folgt oft die Einladung zu einem kostenlosen Erstgespräch. Doch, Achtung: „Verkauft wird dann ein teures Coaching. Es gibt so verschiedene Maschen oder verschiedene Tipps, die diese Coaches dann da geben. Manchmal sind es Anlagetipps, manchmal sind es auch Livetipps, also wie kann ich besonders selbstbewusst auftreten oder sowas“, erklärt Franziska Geißler, Referentin der Verbraucherberatung. Das Perfide: Während des kostenlosen Erstgespräches, wird man dann aber auch schon durch einen Bestellprozess geleitet.

Streaming Tipp

Die Expertin warnt: „Also man bekommt dann einen Link geschickt, gleich live während des Gesprächs. Manchmal ist es auch nur ein Telefonat und soll dann da entsprechend Haken setzen, seine Daten eingeben und wird wirklich auch sehr unter Zeitdruck gesetzt.“ Es heißt: Am Anfang müsse man zwar Geld investieren, aber das nehme man sicher in kurzer Zeit doppelt und dreifach wieder ein. Diese Versprechen treffen einen Nerv. Steigende Lebenshaltungskosten, Unsicherheit im Job. Viele suchen nach schnellen Lösungen. Genau darauf setzen die Anbieter. Was aber nun tun, wenn man Opfer einer solchen Masche geworden ist?

„Wichtig ist, dass man sich schnell Hilfe holt. Man kann sich bei der Verbraucherzentrale dazu beraten lassen. Wir können dann prüfen, ob dieser Vertrag wirklich wirksam zustande gekommen ist. Gerade wenn man mit so einem Zahlungsdienstleister bezahlt hat, kann man auch versuchen, diesen Käuferschutz zu involvieren.“

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Das rät die Verbraucherzentrale bei der Suche nach einem Minijob

Wer generell an einem Minijob interessiert ist, sollte nur nach seriösen Jobportalen schauen, die (auch) öffentlich bekannt und gut bewertet sind. Wird man auf einen Anbieter aufmerksam, sollte man folgende Dinge beachten:

  • Impressum

  • Bewertungen

  • Geldforderungen

  • Kommunikation

  • Druck und Zeitstress

  • Realistische Versprechen

Fehlt ein Impressum oder ist der Firmensitz im Ausland, könnte das ein Warnsignal sein. Auch Bewertungen geben Hinweise: Nur positive Bewertungen könnten gefälscht sein, viele negative sollte man meiden. Seriöse Anbieter verlangen kein Geld, setzen nicht unter Druck und kommunizieren klar und nicht ausschließlich über Nachrichtendienste. Und: Versprechen, die zu gut klingen, sind es meistens auch. Denn seriöse Arbeit gibt es nicht gegen Vorkasse, schon gar nicht mit Garantie auf schnelles Geld. (mna)