"Women for Women" zur Situation von Frauen in der Ukraine

"Moderner Krieg ist für Frauen gefährlicher als für einen Soldaten"

08. März 2022 - 10:47 Uhr

von Tamara Bilic

Seit fast 30 Jahren betreut die Frauenrechtsorganisation "Women for Women International" Frauen mit Kriegserfahrungen und hilft ihnen ihre Erlebnisse zu verarbeiten und ein neues Leben aufzubauen. Über die Situation in der Ukraine zeigt sich Caroline Kent von "Women for Women Deutschland" besorgt, denn man muss davon ausgehen, dass die ukrainischen Frauen derzeit auch viel Gewalt erleben.

Caroline Kent zitiert einen UN-Generalmajor, der sagte, dass es für Frauen in modernen Kriegen häufiger gefährlicher sei, als für einen Soldaten. Denn sie sind zum einen militärischer Gewalt ausgesetzt, aber wie so oft in Kriegsgebieten auch sexualisierter Gewalt.

Im Video sehen Sie das ganze Interview von RTL-Reporterin Tamara Bilic.

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Frauen sind durch Krieg und Flucht in einer "permanenten Ausnahmesituation"

Wenn Frauen sich zur Flucht entscheiden, warten weitere Herausforderungen auf sie: Sie sind vielleicht mit kleinen Kindern unterwegs, müssen Partner, Ehemänner und andere Familienmitglieder zurücklassen und können persönliche Sachen nicht mitnehmen. Hinzu kommt unterwegs eine mangelnde medizinische Versorgung, zum Beispiel für schwangere Frauen oder Kinder. Und wenn ihnen die Flucht gelingt und Grundbedürfnisse wie eine Unterkunft und Lebensmittel geschaffen sind, fehlt den Frauen oftmals die weitere Lebensperspektive. Die Konsequenz: Trauma, Armut und weitere Gewalt. Laut Caroline Kent eine "permanente Ausnahmesituation".

Um Abhilfe zu schaffen, kann man Frauenrechtsorganisationen wie "Women for Women International" mit Spenden unterstützen. Davon werden zum Beispiel Projekte finanziert, die Frauen dabei helfen traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten, wieder eine Lebensgrundlage aufzubauen und den Krieg hinter sich zu lassen.

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