Absatz von Hygieneartikeln und Kosmetika deutlich gesunken

Werden wir wegen der Corona-Pandemie zu Stinkern?

Zu wenig Hygiene?
Zu wenig Hygiene?
© iStockphoto, iStock, ozgurdonmaz

27. Oktober 2021 - 7:09 Uhr

Keine tägliche Dusche mehr

Wird das jetzt etwa zur Gewohnheit? Denn: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – nicht umsonst spricht man von der Alltagsroutine. In der Zeit der Pandemie haben sich die Menschen in Deutschland nach Ergebnissen einer Marktforschung viel weniger geduscht. Denn zuhause im Homeoffice stört's ja keinen. Auch der Absatz von bestimmten Kosmetik-Produkten brach ein und ist bis heute noch nicht wirklich auf Vor-Corona-Niveau zurück. Werden wir zu einer Nation von Stinkern?

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Absatzmärkte bei Kosmetika deutlich eingebrochen

In der Corona-Zeit mit den diversen Lockdowns haben viele Menschen in Deutschland nach Marktforschungserkenntnissen weniger geduscht. "Die Anlässe zum Stylen fielen bei Millionen Menschen einfach weg", sagt die Analystin Yvonne Hornung vom Marktforschungsunternehmen Nielsen IQ in Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie seien viele Absatzmärkte bei Kosmetika deutlich eingebrochen, wohl auch weil Partys und Ausgehen am Abend oder Sport vielfach weggefallen seien.

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Lippenstift lohnt mit Maske einfach nicht

Neben Dusch-Artikeln waren auch andere Körperpflegeprodukte weniger gefragt, besonders deutlich wurde das etwa bei Haarspray, Haarlack, Rasierklingen und Aftershaves sowie dekorativer Kosmetik etwa für die Lippen. "Lippenstift lohnt sich mit Maske einfach nicht", sagt Hornung über das Verbraucherinnenverhalten.

"Viele Menschen waren oder sind im Homeoffice und gehen lockerer mit dem Styling um. Sie finden, dass sie sich nicht mehr jeden Tag hübsch machen müssen." Inzwischen haben sich die Märkte wegen der geringeren Corona-Einschränkungen wieder beruhigt, seien aber noch immer nicht wieder auf dem Niveau der Vor-Corona-Zeit.

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Gesichtsmasken verkauften sich in der Corona-Zeit besser

Die Pandemie wirbelt den Markt ziemlich durcheinander. Doch es gab auch Gewinner: Hautpflegeprodukte und Gesichtsmasken verkauften sich in der Corona-Zeit besser. "Auch Haarfärbemittel und Tönungen liefen besser, was eine Folge der monatelangen Friseurschließungen gewesen sein dürfte", erklärt Hornung. "Zwar wurden die Haare seltener gewaschen, aber der Ansatz sollte dennoch nicht gesehen werden." (dpa/ija)

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