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Weil seine Enkelin wohl von Russen verschleppt wurde: Ukrainischer Opa hat Angst, sie nie wieder zu sehen.

Weil sie wohl von russischen Soldaten nach Donezk verschleppt wurde

Ukrainischer Opa mit emotionalen Worten: "Habe Angst, meine Enkelin nie wieder zu sehen."

Kiras Schicksal zeigt die gesamte Grausamkeit des Krieges Enkelin von russischen Soldaten verschleppt

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Die 12-jährige Kira hat ihren Vater bei einem russischen Bombenangriff auf Mariupol verloren. Doch damit nicht genug. Ihr Großvater hat Angst, dass sie in ein russisches Waisenhaus kommen soll und er sie nie wiedersieht.

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Zwölfjährige Ukrainerin Kira soll in russisches Krankenhaus verschleppt worden sein

Kira in einem Video, das von russischen Medien veröffentlicht wurde.
Oleksander Obedinskys Enkelin Kira in einem Video, das von russischen Medien veröffentlicht wurde.
CNN

Sie ist gerade mal zwölf Jahre alt, doch sie hat in ihrem Leben schon viele Schicksalsschläge erlebt. Kiras Mutter starb wohl, als sie noch ein Baby war. Ihr Vater, der ehemalige Kapitän der ukrainischen Wasserball-Nationalmannschaft, soll vor ihren Augen im Ukrainekrieg erschossen worden sein. Und Kira selbst wurde bei der Explosion einer Miene verletzt, als sie aus Mariupol fliehen wollte. Das geht aus einem Bericht von CNN hervor. Russische Soldaten sollen sie nach dem Unfall in ein russisches Krankenhaus nach Donezk gebracht haben.

Ein Video, veröffentlicht von russischen Medien, zeigt das Mädchen, wie sie erzählt, warum sie aus Mariupol geflohen ist: „Es wurde so viel geschossen“, sagt sie darin. „Auch unser Haus wurde getroffen.“ Glücklich erzählt sie, dass sie manchmal mit ihrem Opa telefonieren darf: „Ich habe ihn heute angerufen. Ich rufe ihn auch abends an.“

Großvater von Kira hat Angst, dass er seine Enkelin nie mehr wieder sieht

Doch Oleksander Obedinsky macht sich große Sorgen um seine Enkelin, hat Angst, dass er sie nie wieder sieht. „Sie vermisst ihre verbliebene Familie und möchte zu ihr zurückkehren“, sagt er im Gespräch mit CNN. Doch im russischen Krankenhaus haben man ihm gesagt, dass Kira in ein Waisenhaus nach Russland geschickt werden soll. „Sie nahmen ihre Dokumente mit“, so Obedinsky. „Und sagten, sie würden neue ausstellen, wenn sie sie nach Russland schicken.“

Dass es Kira nicht gut geht, sollen Sprachnachrichten beweisen, die sie ihrem Großvater ab und zu sendet. Darin sagt sie ihm zwar, er solle nicht weinen, aber sie kann ihre eigenen Tränen nicht stoppen: „Ich möchte weinen. Ich habe dich so lange nicht mehr gesehen, dass ich weinen möchte“, sagt sie dann.

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Ukrainische Regierung spricht von "Entführungen" und "erzwungenen Abschiebungen"

Oleksander Obedinsky, Großvater von Kira
Oleksander Obedinsky fürchtet, dass seine Enkelin in ein russisches Waisenhaus gebracht werden könnte.
CNN

Die russische Regierung gibt an, dass sie mindestens 60.000 Ukrainer in Sicherheit über die russische Grenze gebracht habe. Die ukrainische Regierung hingegen sagt, dass rund 40.000 Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt wurden. Sie spricht von Entführung und erzwungenen Abschiebungen. Das berichtet CNN.
Wie es jetzt mit Kira und ihrem Großvater weitergeht, ist unklar. Man kann dem Mädchen nur wünschen, ihre Familie ganz bald wiederzusehen.(jmu)

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