Wegen neuer Corona-Variante

EU-Staaten wollen Passagierflüge aus südlichem Afrika aussetzen

Flieger von und nach Südafrika müssen wohl erst einmal am Boden bleiben.
Flieger von und nach Südafrika müssen wohl erst einmal am Boden bleiben.
© dpa, Lynne Sladky, LS sei

26. November 2021 - 20:32 Uhr

EU reagiert

Aus Südafrika werden Fälle einer neuen Corona-Variante gemeldet, die wegen ungewöhnlich vieler Mutationen für Beunruhigung sorgt. Darauf reagiert nun die EU: Die EU-Staaten wollen angesichts der neuen möglicherweise gefährlicheren Variante alle Passagierflüge aus sieben Ländern im südlichen Afrika aussetzen, doch auch innerhalb der EU gibt es bereits einen bestätigten Fall.

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Deutschland erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet

Zu den sieben betroffenen Ländern gehören Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Simbabwe, wie die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel nach einer Sondersitzung der EU-Staaten am Freitag aus Diplomatenkreisen erfuhr.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits am Mittag getwittert, dass die EU all ihren Mitgliedsstaaten vorschlage, Flüge aus den betroffenen Regionen vorerst auszusetzen.

Die Vereinbarung ist für die EU-Staaten nicht bindend, den Angaben zufolge wurde sie jedoch von allen Ländern unterstützt. Schon jetzt haben viele Staaten, unter ihnen Deutschland, Einschränkungen verhängt.

Deutschland werde Südafrika zum Virusvariantengebiet erklären, kündigte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen an. "Wir waren, sind und bleiben bei der Einreise vorsichtig. Diese neu entdeckte Variante besorgt uns, daher handeln wir hier pro-aktiv und frühzeitig. Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht."

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Erster Fall in Belgien

Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft teilte am Abend mit, das zuständige Gremium der EU-Staaten habe sich darauf verständigt, die entsprechende Notbremse auszulösen und Einschränkungen für alle Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU zu verhängen. Die Ratspräsidentschaft rief die EU-Staaten dazu auf, für Rückkehrer aus dieser Region strenge Test- und Quarantänevorschriften zu verhängen.

Die Regelung trete in der Nacht zum Samstag in Kraft. Fluggesellschaften dürften in diesem Fall im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gelte eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden könne. Die Einstufung war bis zum Freitagabend nicht offiziell vom Robert Koch-Institut (RKI) verkündet und damit noch nicht wirksam.

Am Freitag wurde ein erster Fall in Belgien gemeldet. In Deutschland ist die Variante nach RKI-Angaben vom Freitagvormittag noch nicht festgestellt worden.(dpa/khe)

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