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Vorschlag aus Bayern: Gibt es bald doppeltes Gehalt für Intensivpflegekräfte?

"Stehen in Deutschland sonst vor humanitärer Katastrophe"

Holetschek fordert doppeltes Gehalt für Pflegekräfte

Holetschek: "Wir können gar nicht genug Impfstoff haben" RTL/ntv Frühstart
06:49 min
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Holetschek: "Wir können gar nicht genug Impfstoff haben"

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"Klatschen allein reicht nicht"

Viel wurde für Pflegerinnen und Pfleger in der Corona-Pandemie geklatscht. Jetzt macht der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit Blick auf die Würdigung der Pflegekräfte einen Vorschlag, der wirklich aus Worten auch Taten machen könnte: Doppeltes Gehalt für Intensivpflegekräfte für mindestens ein Jahr.

Im RTL/ntv Frühstart sagte Holetschek: „Die Pandemie hat uns nochmal gezeigt, dass die Pflege unbedingt in den Fokus genommen wird. Wenn wir uns da nicht kümmern und Arbeitsbedingungen verbessern, Gehaltsstrukturen, dann werden wir irgendwann vor einer humanitären Katastrophe in diesem Land stehen.“

Es brauche deswegen nun Signale, Klatschen allein reiche nicht, sagte der CSU-Politiker: „Eine Verdoppelung des Gehaltes, Steuerbefreiungen von Zuschlägen, nicht nur bei der Intensivpflege, sondern auch in der Langzeitpflege. Wir wissen, dass dieses Thema jetzt aktuell ist und die Pflegerinnen und Pfleger warten darauf.“

Bayern bringt einen entsprechenden Antrag in der heutigen Sitzung des Bundesrates ein.

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"Können gar nicht genug Impfstoff haben"

Mit Blick auf die Debatte um den angeblichen Impfstoffmangel im neuen Jahr, verteidigte der bayerische Gesundheitsminister seinen Kollegen, den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): „Ich glaube, wir können gar nicht genügend Impfstoff haben. Wir müssen schon noch weiteren beschaffen, aber die Berechnungen sind tatsächlich nicht so einfach zu verstehen.“

Bayerns Gesundheitsminister sagte zudem, dass er die Strategie Lauterbachs „vom Grundsatz begrüße“ – also so viel Impfstoff zu beschaffen, wie möglich. Holetschek fügte hinzu: „Wir werden auch nächstes Jahr erleben: Wir werden den brauchen.“

Auf die Frage, ob womöglich auch eine vierte oder sogar fünfte Impfung gegen das Coronavirus nötig sein würde, sagte Holetschek, dass man auch unter dem Blickwinkel der Omikron-Variante auf ein solches Szenario vorbereitet sein müsse: „Wir sollten davon ausgehen, dass eine weitere Impfung notwendig ist. Wir sollten auch unsere Strukturen jetzt am Laufen halten.“

(psa)

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