FDP-Politikerin Strack-Zimmermann über schwere Waffen für die Ukraine

„Der Eindruck, wir liefern nichts, ist falsch“

Strack-Zimmermann: Bessere Kommunikation würde helfen Streit über Waffenlieferungen
07:13 min
Streit über Waffenlieferungen
Strack-Zimmermann: Bessere Kommunikation würde helfen

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von Andreas Kock

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann steckt in der Zwickmühle. Einerseits darf sie die Entscheidungen der Ampelkoalition über die Waffenlieferungen an die Ukraine verteidigen. Andererseits entgeht auch ihr das allzu langsame Anlaufen der Hilfen nicht. Allerdings kann sie sich keine zu laute Kritik erlauben. Bleibt nur der Ausweg, ganz oben, beim Kanzler , bessere Kommunikation und mehr Koordination anzumahnen.

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Anders kommunizieren würde helfen

So erneuerte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), in der Diskussion über die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine ihre Kritik am Kommunikationsstil des Bundeskanzleramtes. Grundsätzlich werde an der Bereitstellung schwerer Waffen wie der Panzerhaubitze 2000 und dem Schützenpanzer Gepard gearbeitet. Allerdings wolle die Bundesregierung und konkret das Bundeskanzleramt nicht laut darüber sprechen. „Ich bedauere das. Ich glaube, dass die Kommunikation geändert werden muss, damit nicht der Eindruck entsteht, dass wir hier gar nichts machen“, sagte Strack-Zimmermann in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv.

Dass die Lieferung der Waffen nicht so schnell vonstatten ginge, sei nicht ungewöhnlich, räumte sie ein. Das Gerät müsse hergerichtet und auch präpariert werden. Die Soldaten müssten ausgebildet werden. Das dauere. „Das Ärgerliche dabei ist: Man hätte eben vor Wochen schon anfangen können. Das ist eigentlich das Bittere“, so Strack-Zimmermann.

Erlösung durch einen Waffen-Koordinator?!

Strack-Zimmermann wiederholte außerdem ihre Forderung nach Einrichtung einer Koordinationsstelle für die Waffenlieferungen an die Ukraine mit eigenen Eindrücken begründet. „Weil ich merke, es wenden sich sehr viele an mich, die Ukraine, die Bundeswehr, Industrie, jeder hat Interessen“, sagte sie im RTL/ntv „Frühstart“. Sie hatte vergangene Woche einen Koordinator im Kanzleramt vorgeschlagen. „Damit einfach die Interessen gebündelt werden, wir nicht aneinander vorbeireden und vor allen Dingen auch nicht über die Medien kommunizieren.“ Zur matten Reaktion auf ihren Vorschlag sagte sie: „Hinter den Kulissen versteht man, was ich meine.“

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