Vermisstes Mädchen (15) aus Berlin

Fall Rebecca: Polizei bricht Suche am See ergebnislos ab

12. März 2019 - 20:37 Uhr

Kein Erfolg bei Suchaktion mit Booten

Zwei Tage nach der letzten Suchaktion hat die Polizei die Suche nach der vermissten Rebecca aus Berlin an einem See fortgesetzt. Die Polizei konzentrierte sich dabei nach RTL-Informationen auf den Stahnsdorfer See in Brandenburg, knapp 50 Kilometer südöstlich von Berlin. Auch das Technische Hilfswerk (THW) war vor Ort, um die Polizei mit Booten bei der Suche zu unterstützen. Die Aktion wurde nach Einbruch der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen.  In einem benachbarten Waldstück war bereits letzte Woche drei Tage lang mit Spürhunden nach Spuren gesucht worden - jedoch ohne Erfolg.

See liegt direkt an dem bereits durchsuchten Waldstück

25 Leute waren insgesamt bei der Suchaktion im Einsatz, so die Polizei: 12 vom THW, außerdem Mitglieder der Mordkommission, Kriminaltechniker und Hundeführer mit drei Leichenspürhunden sowie einem weiteren Suchhund. Auf Fotos war zu sehen, dass Experten an einem Weg entlang des Waldrandes nach Spuren wie Reifenabdrücken Ausschau hielten.

Das Ufer des Sees, in dem jetzt gesucht wurde, liegt an der Grenze des bereits durchsuchten Waldstücks. Ob die Suche bei Tageslicht wieder aufgenommen werden soll, ließ die Polizei offen. In der Nähe befindet sich auch der Ort Storkow und die A12 - genau die Autobahn, auf der Rebeccas Schwager Florian R. laut Polizei kurz nach ihrem Verschwinden mit seinem himbeerroten Twingo unterwegs war.

Schwager Florian R. fuhr nach Rebeccas Verschwinden auf einer Autobahn in der Nähe des Sees

Laut bisherigen Ermittlungen wurde das Auto der Familie der Schwester am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf der A12 von einem automatischen Erfassungssystem registriert. Die Kameras hängen an einer Brücke über der Autobahn direkt an der Ausfahrt Storkow. Der Schwager ist laut Polizei der einzige Mensch, der zu den genannten Zeitpunkten mit dem Auto gefahren sein kann. Die Fahrten sollen nicht zu seiner früheren Version der Ereignisse passen. Der Mann sitzt als Verdächtiger in Untersuchungshaft und schweigt laut Polizei zu den Beschuldigungen. 

Rebeccas Familie hält trotzdem weiter zu ihm - warum, erklärt eine Psychologin im Video unten.

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Polizei geht fest von einem Tötungsdelikt aus

Im Auto wurden auch Haare von Rebecca und Spuren einer Fleecedecke gefunden, die sie wohl bei sich trug. Trotz dieser belastenden Spuren steht das Auto mittlerweile wieder vor dem Haus der Familie.

Die 15-Jährige ist seit über drei Wochen verschwunden. Die Polizei geht mittlerweile fest von einem Tötungsdelikt aus. Das Mädchen hatte vor seinem Verschwinden bei seiner Schwester und deren Mann übernachtet, seitdem wurde es nicht mehr gesehen. Laut Polizei hat Rebecca das Haus wohl nicht lebend verlassen. Die Familie hat unterdessen nicht nur mit dem Verschwinden ihrer jüngtsen Tochter zu kämpfen - ihre Eltern bekommen auch Drohanrufe von Unbekannten.