Sie haben die Ermittler über seine Polen-Fahrt informiert

Rebeccas Eltern: Das weiß die Polizei über Schwiegersohn Florian R.

22. März 2019 - 12:09 Uhr

Familie verteidigt Rebeccas Schwager weiter

Seit dem 18. Februar ist Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwunden. Die Suchaktion in einem Waldgebiet in Brandenburg haben die Ermittler erfolglos abgebrochen. Sie gehen weiter davon aus, dass Rebeccas Schwager Florian R. das Mädchen getötet hat. Deshalb stehen Fahrten des 27-Jährigen auf der A12 zwischen Frankfurt (Oder) und polnischer Grenze im Fokus von Polizei und Staatsanwaltschaft. Anders als die Ermittler sind Rebeccas Eltern von Florian R.s Unschuld überzeugt. Ihren Schwiegersohn haben sie bei RTL.de bereits aufgefordert, den wahren Grund für seine Fahrten Richtung Polen offen zu legen.

1.200 Hinweise im Vermisstenfall Rebecca

Die Polizei ist trotz der Beteuerungen der Familie Reusch von der Schuld des Schwagers überzeugt. Nach Angaben der Polizei ist er der einzige Mensch, der zu den genannten Zeitpunkten mit dem Auto gefahren sein kann. Die Fahrten sollen nicht zu seiner früheren Version der Ereignisse passen.

07.03.2019, Brandenburg, Kummersdorf: Am Donnerstag ist eine Hundertschaft der Berliner Polizei nach Brandenburg ausgerückt, um bei Storkow (Oder-Spree) ein Waldstück nach der vermissten Rebecca Reusch abzusuchen. "Wir gehen einem Hinweis nach", erkl
Die Suche nach Rebecca in Storkow blieb erfolglos, sie wurde am Sonntag nicht fortgesetzt.
© dpa, Patrick Pleul, ppl

Die Ermittler stehen vor der Aufgabe, die mittlerweile 1.200 Hinweise zu priorisieren und zu bewerten. Wie die Mordkommission dabei vorgeht, erklärt Profiler Axel Petermann im Video. Rebeccas Schwager schweigt derweil weiter zu den Tatvorwürfen.

Strafverteidiger Stefan Conen hat im "RBB-Inforadio" kritisiert, dass der beschuldigte Schwager schon als Täter dargestellt werde, obwohl in jedem Ermittlungsverfahren die Unschuldsvermutung gelte. Dass immer wieder belastende Informationen aus den Ermittlungen der Kriminalpolizei bekannt würden, sei "irreparabel", es gefährde "ein faires Strafverfahren".