Dramatische Geburt in Colorado

Ärzte schneiden Baby bei Notkaiserschnitt tief in die Wange

26. Juni 2021 - 15:02 Uhr

Kyanni kommt mit aufgeschlitzem Gesicht zur Welt

Reazjhana Davis aus Colorado wollte ihr Baby eigentlich auf natürlichem Weg zur Welt bringen. Doch als die Frau im Krankenhaus in Denver in den Wehen lag, konnten die Ärzte plötzlich den Herzschlag der ungeborenen Tochter nicht mehr finden, wie mehrere US-Medien berichten. Die Hochschwangere kam sofort in den OP und die kleine Kyanni wurde per Notkaiserschnitt geholt. Doch in der Eile scheinen die Ärzte einen gefährlichen Fehler gemacht zu haben. Das Baby kam mit einem langen Schnitt im Gesicht zur Welt – im Video.

Baby muss kurz nach der Geburt mit 13 Stichen genäht werden

"Sie wurde tief in die linke Wange geschnitten", schreibt die Familie des kleinen Mädchens auf der Crowdfunding-Seite "gofundme.com". Kyanni habe kurz nach ihrer dramatischen Geburt am 15. Juni mit 13 Stichen genäht werden müssen. "Das ist untragbar", kommentiert die Familie dort entsetzt. Auf einem Foto, das die Familie veröffentlichte, ist die neugeborene Kyanni mit aufgeschlitzter Wange zu sehen.

Das Baby habe sogar zu einem plastischen Chirurgen gemusst. Statt sich von der Geburt erholen zu können, muss nun auch noch eine große Wunde in Kyannis Gesicht heilen. Auf anderen Bildern, die US-Medien zeigten, war zu sehen, dass die Eltern dem kleinen Mädchen Stoffschoner über die Händchen gezogen hatten, damit es die frischgenähte Narbe nicht aufkratzt.

Auch in Deutschland kam es schon zu solchen Vorfällen – mehr dazu lesen Sie hier.

Denver Health Hospital nimmt zu dem Vorfall Stellung

Die Eltern wollen nun Antworten vom Krankenhaus, wie es zu der Geburtsverletzung ihrer Tochter kommen konnte. Über den Online-Spendenaufruf versuchen die Verwandten Geld für einen Anwalt zusammenzubekommen. Damarqus Williams, der Vater des Mädchens, erklärte dem US-Sender "Fox News", die Ärzte hätten ihm gesagt, dass seine Tochter zu nah an der Plazentawand gelegen habe, wo sie geschnitten hätten. "Es tut mir weh, sie so zu sehen", wurde Williams zitiert. "Sie kann das das Gefühl noch nicht ausdrücken. Aber sie schläft nicht auf der Seite."

Das Denver Health Hospital, wo die Entbindung stattfand, äußerte sich in einem Statement zu dem Vorfall: "Ein Notkaiserschnitt wird nur dann durchgeführt, wenn das Leben von Mutter oder Kind in Gefahr ist", zitierte der US-Sender die Klinik. Der Fokus liege darauf, Mutter und Kind bestmöglich zu versorgen. Bei allen Vorsichtsmaßnahmen gebe es immer Risiken bei medizinischen Eingriffen.

Eine Wunde, wie Kyanni sie habe, sei eine bekannte Komplikation, die bei einem Kaiserschnitt auftreten könne – besonders bei Notkaiserschnitten könne es dazu kommen. "Wir sind traurig, dass das Baby im Gesicht verletzt wurde, aber erleichtert, dass es gesund zur Welt kam und nun zuhause ist", erklärte das Krankenhaus.

Dass Babys bei einem Kaiserschnitt verletzt werden, kommt immer wieder vor, wie dieser Fall aus Schottland zeigt. (jgr)

Auch interessant