Verstörendes Video aufgetaucht

Mädchen (3) stirbt bei "Teufelsaustreibung" in Kirche - Mutter lächelnd: "Es ist, wie es ist"

15. Mai 2022 - 8:44 Uhr

Es ist unvorstellbar, was manche Kinder durchmachen müssen. Im US-Bundesstaat Kalifornien starb letztes Jahr im September ein dreijähriges Mädchen. Das Kind wurde in der Kirche ihres eigenen Opas einem "Exorzismus-Ritual" unterzogen. Zwölf Stunden soll das Martyrium des Kindes gedauert haben. Dann war es tot. Und die Mutter? Die postete ein Video – lächelnd erklärt sie darin, dass es nun mal "ist wie es ist".

Der Fall wurde erst jetzt bekannt, da die Gerichtsdokumente offengelegt wurden. Die Mutter der Kleinen wurde im Januar verhaftet – nachdem sie das verstörende Video gepostet hatte.

Familie der kleinen Arely Hernandez war überzeugt, sie sei von einem Dämon besessen

Die kleine Arely Hernandez wurde im vergangenen September tot auf dem Boden einer kleinen Kirche im amerikanischen San Jose gefunden. Das Mädchen wies eine Vielzahl von Verletzungen auf. Wie die "New York Post" schreibt, sei das Kind mit ihrer Mutter, ihrem Onkel und ihrem Großvater in der Kirche gewesen. Der Grund: Die Familie war der Meinung, das kleine Mädchen sei von einem Dämon besessen. Das bestätigte auch die zuständige Bezirksstaatsanwältin Rebekah Wise. Das Martyrium, dass das Kind die nächsten zwölf Stunden erleben sollte, ist kaum zu fassen. Sie wurde unter anderem auf den Boden gedrückt und zum Erbrechen gezwungen. Überlebt hat das Kind den sogenannten "Exorzismus" nicht.

Fall kommt erst jetzt ans Licht

Die Mutter vermutet, dass ihre kleine Tochter irgendwann gegen 18 Uhr starb – also zwölf Stunden nach ihrer Ankunft in der Kirche. Das zitiert die "New York Post" aus dem Polizeibericht. Den Notruf wählt die Familie aber erst zwei weitere Stunden später. Die Retter können nur noch den Tod der kleinen Arely feststellen.

Die Mutter wurde im Januar verhaftet und im Februar angeklagt. Das berichtet "NBC". Der Fall kam erst jetzt ans Licht, weil die Gerichtsdokumente auftauchten. Demnach sei nur die Mutter angeklagt, nicht aber der Onkel und der Großvater des Mädchens. Sechs Tage bevor Hernandez angeklagt wurde, veröffentlichte sie ein fast 45-minütiges Video bei Youtube.

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Mutter postet verstörendes Video

Auf Youtube hat die Mutter des toten Mädchens ein verstörendes Video hochgeladen. Sie sitzt in einem Auto, lächelt in die Kamera. Zum schrecklichen Tod ihrer Tochter sagt sie: "Es ist, wie es ist." Und weiter erklärt sie, dass Gott die Kleine zu sich geholt hätte. Sie faselt, dass das Kind sonst vielleicht eine Krankheit bekommen hätte und daran gestorben wäre. Von Reue oder gar Schmerz über den Verlust des eigenen Kindes – keine Spur! Stattdessen sagt sie: "Ich könnte hier sitzen und negativ sein… aber ich kann nicht ändern, was ist. Es ist, was es ist." Und wieder: "Ich könnte hier sitzen und negativ sein, traurig über die ganze Situation sein, dass sie gestorben ist, aber es ist so, als hätte es keinen Sinn, weil es so ist, wie es ist. Es ist, was es ist. Sie ist nicht hier bei mir – es ist, was es ist." (lth)