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Urlaub trotz Corona: Karl Lauterbach warnt - können Reiserückkehrer eine 4. Welle auslösen?

Noch nicht über den Berg

Lauterbach warnt: Reiserückkehrer oder Mutationen können 4. Welle auslösen

ARCHIV - 24.03.2021, Berlin: Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, gibt ein Interview, nachdem Bundeskanzlerin Merkel (CDU) im Bundestag bei der Regierungsbefragung die Fragen der Bundestagsabgeordneten beantwortet hat. Zu Beginn der Corona-Pa
Karl Lauterbach warnt vor den Gefahren einer vierten Welle.
nic alf, dpa, Kay Nietfeld

Corona-Pandemie: Noch ist es nicht geschafft

Deutschland macht sich langsam wieder locker, doch die Gefahr einer vierten Welle bleibt. Trotz Impffortschritt, trotz niedrigeren Zahlen. Insbesondere Mutationen machen weiter Angst. Und so warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nun vor einer neuen Infektionswelle durch Reiserückkehrer oder Mutationen.

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Corona-Mutation aus Indien: Ausmaß für Europa noch unklar

Die indische Mutante werde sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten in zahlreichen europäischen Ländern ausbreiten, sagt Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Durch Reiserückkehrer wird sich die Mutante spätestens im Herbst auch in Deutschland großflächig ausbreiten." Das Ausmaß sei noch unklar, man müsse aber davon ausgehen, dass am Ende dieses Sommers deswegen eine neue Infektionswelle drohen könnte.

Es könne auch sein, dass sich im Herbst eine neue Virus-Mutation verbreite, "die wir bisher noch nicht kennen", sagt der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Neben Auffrischungsimpfungen könne auch die Impfung der breiten Bevölkerung mit einem modifizierten Stoff notwendig sein, der dann gegen eine mögliche neue Mutation wirke. Lauterbach sagte im „Heute wichtig“-Podcast: „Ich rechne damit, dass wir spätestens Anfang des Jahres wieder impfen müssen“.

TVNOW Doku "Zwischen Hoffnung und Tod - wer hat Schuld am deutschen Impf-Desaster?"

Könnten in Deutschland bereits mehr Menschen geschützt sein? Wer trägt die Schuld am Impf-Desaster? Die Bundesregierung? Die EU? Die Hersteller? Oder die Bundesländer? Die Dokumentation geht den Verantwortlichkeiten auf den Grund. Auf TVNOW: „Zwischen Hoffnung und Tod“

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Spahn bereitet sich auf mögliche vierte Welle vor

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereitet sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits jetzt auf eine mögliche weitere Welle mit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen vor. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen. „Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert Koch-Institut begonnen“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe. Insgesamt zeigte sich Spahn zufrieden mit der derzeitigen Situation: „Die Stimmung ist gerade zurecht gut, die Inzidenzen sind niedrig, die Impfzahlen sind hoch, aber wir sehen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich: Es kann auch schnell wieder schief gehen.“

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