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Ukraine-Krieg: Hessens Bäcker und Landwirte kommen in finanzielle Schwierigkeiten

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Hessens Bäcker und Landwirte kommen in finanzielle Schwierigkeiten

Hessens Bäcker und Landwirte bekommen finanzielle Probleme Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

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Seit Beginn des Krieges in der Ukraine häufen sich auch hier die spürbaren Auswirkungen der russischen Invasion. Ukrainische Flüchtlinge kommen am Frankfurter Hauptbahnhof an, finden hier Unterschlupf und auch indirekt machen sich die Auswirkungen des Krieges bemerkbar. So schießen die Preise an der Tankstelle unkontrolliert in die Höhe und auch die Preise für Lebensmittel steigen. Wir haben direkt bei Bäckern und Landwirten nachgefragt, um herauszufinden, was die genauen Ursachen sind.

Bäcker müssen Backwaren teurer verkaufen

Bäcker Marcel Simon aus Hofgeismar
Weil die Weizenpreise steigen, muss Bäcker Marcel Simon für sein Brot deutlich mehr Geld verlangen.
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Sowohl Russland als auch die Ukraine sind wichtige Weizenexporteure. Die unsichere Situation vor Ort sorgt für wilde Preisspekulationen. Die Aussicht auf Lieferengpässe und Ernteausfälle treibt die Rohstoff- und damit die Einkaufspreise in die Höhe. Das kann der Hofgeismarer Bäckermeister Marcel Simon bestätigen: „Beispielsweise unser beliebtes Gustav-Brot, das ist von 3, 40 auf 3,95 Euro hochgegangen, ich muss das Geld reinholen, um kostendeckend zu arbeiten, sonst muss ich den Schlüssel rumdrehen", sagt er.

Auch Hessens Landwirte bekommen Schwierigkeiten

Nicht nur das Bäckerhandwerk muss mit den aktuellen Preisschwankungen zurechtkommen. Laut Erich Schaumburg vom Kasseler Kreisbauernverband seien auch Hessens Landwirte gerade kostentechnisch in einer schwierigen Situation: „Beim Diesel 'ne Verdopplung, beim Dünger Verfünffachung, da muss ich sehen, dass ich am Ende kostendeckend rauskomme!“, sagt er im Interview.

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Warum kommt es derzeit zu den hohen Spritpreisen?

Haupttreiber des bisherigen Anstiegs an der Zapfsäule sind die Ölpreise, die im Zuge des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland nach oben schnellten. Der starke Dollar verstärkt den Effekt, da Öl in Dollar gehandelt wird und deutsche Käufer in Euro bezahlen. Hinzu kommt die ungewöhnlich starke Nachfrage nach Heizöl. Schon vor dem russischen Krieg gegen die Ukraine waren die Spritpreise in Deutschland auf Rekordhöhe gestiegen. (kmü/dpa)