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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft verbreitete sich nach dem Ende der Eiszeit. Effizienter wurde sie dank der Dreifelderwirtschaft und der Technologien der Industrialisierung.

Die Landwirtschaft steht für das systematische Kultivieren von Pflanzen und Züchten von Nutztieren. Sie zählt zu den frühen Wirtschaftsfaktoren der Menschheitsgeschichte und ist eng verknüpft mit der Entwicklung historischer Hochkulturen (z. B. das Alte Ägypten oder die frühen Hochkulturen in den Anden). Knapp zehn Prozent der Erdoberfläche werden heute landwirtschaftlich genutzt, die Produktion von Nahrungsmitteln sowie Bekleidung aus pflanzlichen und tierischen Produkten prägt auch heute die moderne Landwirtschaft.

Die Frühgeschichte der Landwirtschaft

Mit dem Ende der Eiszeit vor etwa 13.000 Jahren war eine wichtige Voraussetzung für die flächendeckende landwirtschaftliche Nutzung natürlicher Ressourcen erfüllt. Die erste Kultivierung von Getreide wird im Alten Ägypten bzw. im heutigen Israel verortet. Zu den klassischen Nutztieren gehören die Schafe, die bereits im alten Mesopotamien vor etwa 13.000 Jahren gezüchtet wurden. Als wichtiger Moment für die Verbreitung der Landwirtschaft gilt die Erfindung der Hacke vor etwa 12.000 Jahren. Circa 10.000 Jahre sind die Rinder- sowie die Schweinzucht alt: So wurden in der heutigen Türkei bzw. dem heutigen Pakistan Auerochsen gezüchtet - und Wildschweine in der eurasischen Sphäre. Am längsten Fluss Chinas, dem Jangtsekiang, wurden aus jener Zeit Hinweise auf den Wildreisanbau entdeckt. Die landwirtschaftliche Nutzung von Kartoffeln, Bohnen sowie die Züchtung von Lamas lässt sich bis in die südamerikanischen Anden vor etwa 10.000 Jahren zurückverfolgen. Die Kultivierung von Öl- und Weinbäumen geht hingegen auf den mediterranen Raum der Antike zurück.

Die Industrialisierung der Landwirtschaft

Elementar für die Landwirtschaft waren die Entwicklung der effizienten Zweifelderwirtschaft unter den Römern sowie die Dreifelderwirtschaft um 1100 n. Chr. Der systematische Fruchtwechsel wurde im 19. und 20. Jahrhundert durch neue Technologien ergänzt. Die Industrialisierung ergriff die Landwirtschaft. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten knapp 40 % der deutschen arbeitstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft wurde immer Effizienter: Während um 1900 ein deutscher Landwirt im Schnitt Nahrungsmittel für vier weitere Personen herstellen konnte, waren es um die Jahrtausendwende 143 Personen.