Ukrainischer Geheimdienst prüft drei mögliche Ursachen

Trauer und Bestürzung nach Helikopter-Absturz: Warum mussten Kinder und Minister sterben?

Minister und Kinder sterben - warum stürzte der Heli ab? Helikopter-Unglück in der Ukraine
02:14 min
Helikopter-Unglück in der Ukraine
Minister und Kinder sterben - warum stürzte der Heli ab?

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Mitten im Krieg erlebt die Ukraine ein schweres Hubschrauberunglück. Der Helikopter stürzt bei einem Kindergarten ab. Mindestens 17 Menschen sterben, darunter auch der Innenminister und Kinder. An der Unglücksstelle bietet sich ein furchtbares Bild – Trümmerteile liegen neben Spielgeräten, wurden weit verstreut.

RTL-Reporter Jürgen Weichert ist vor Ort – seine Eindrücke und Einordnungen im Video.

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RTL-Reporter Jürgen Weichert: "Der Hubschrauber ist zerrissen worden"

"Der Hubschrauber ist zerrissen worden" Jürgen Weichert an der Absturzstelle
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Jürgen Weichert an der Absturzstelle
"Der Hubschrauber ist zerrissen worden"

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Auch vier Kinder sterben durch den Absturz

Der ukrainische Präsident spricht von einem „unbeschreiblichen Schmerz“ und trauert um die Opfer des Absturzes. Nach Behördenangaben ist der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj beim Absturz ums Leben gekommen, insgesamt habe es mindestens 17 Tote gegeben, teilte der Zivilschutz am Mittwochmittag mit. Unter den Toten sind auch der Vize-Innenminister Jehwhenij Jenin und ein Staatssekretär. Zwischenzeitlich war von 18 Toten die Rede gewesen.

Der Helikopter war nach Angaben von Olexij Kuleba, dem Gouverneur des Kiewer Gebiets, in einem Wohngebiet bei einem Kindergarten abgestürzt. Nach Angaben des Innenministeriums starben auch vier Kinder. 25 Menschen wurden verletzt, darunter 11 Kinder, hieß es zuletzt.

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Absturzursache: Der Geheimdienst zieht drei Versionen in Betracht

Die Absturzursache ist noch unklar. Der ukrainische Geheimdienst SBU zieht drei Versionen in Betracht. Das seien ein Verstoß gegen die Flugvorschriften, technische Probleme oder eine gezielte Zerstörung des Helikopters.

Laut dem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Jurij Ihnat, handelte es sich um einen Hubschrauber des Typs Airbus H225. Eine Kommission werde die Ursachen untersuchen. „Das wird nicht nur ein bis zwei Tage dauern, denn die Untersuchung einer Flugkatastrophe braucht eine gewisse Zeit“, sagte Ihnat. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte 2016 gegen den H225 wegen Sicherheitsbedenken ein vorläufiges Flugverbot verhängt. Schon das Vorgänger-Modell AS332 war in mehrere Flugunfälle verwickelt.

Der Vizechef des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, teilte Journalisten in Browary mit, dass die Führungsriege des Innenministeriums auf dem Weg zu einem der Frontabschnitte gewesen sei. Nähere Angaben wollte er nicht machen.

„Wir trauern mit Ihnen“

Kondolenzen kamen auch aus dem Ausland: EU-Ratspräsident Charles Michel erklärte den Angehörigen der Opfer sein Beileid. Monastyrskyj sei ein guter Freund der EU gewesen, schrieb der 47-Jährige auf Twitter. „Wir trauern mit Ihnen“, schrieb die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Hinterbliebenen gewandt. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola zeigte sich „untröstlich“. Ihre Gedanken seien bei den Familien und Angehörigen Monastyrskyjs sowie der anderen Opfer.

Bundeskanzler Olaf Scholz zeigte sich erschüttert. „Der Hubschrauberabsturz in #Brovary zeigt erneut den immensen Tribut, den die #Ukraine in diesem Krieg zahlt“, schrieb Scholz am Mittwoch auf Twitter zum Tod von Denys Monastyrskyj. „Unsere Gedanken sind an diesem traurigen Tag bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten“ sowie bei Ukraines Präsident Selenskyj, der „heute seinen Innenminister verloren hat.“

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„Das bestätigt nur, wie gefährlich die Situation in der Ukraine die ganze Zeit über ist“

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki gab sich ebenso bestürzt über den Vorfall. „Das bestätigt nur, wie gefährlich die Situation in der Ukraine die ganze Zeit über ist“, sagte er am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. (dpa/eku)

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