Fensterbank voller Blutspuren

Strullendorf: Mutiger Hund Janni beißt Einbrecher in die Flucht

Dieser Hund ist ein Held! Jani verjagt Einbrecher Keine Chance für Kriminelle
01:29 min
Keine Chance für Kriminelle
Dieser Hund ist ein Held! Jani verjagt Einbrecher

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Für ihr Herrchen ist Hündin Janni eine kleine Heldin. Völlig furchtlos hat sich das Tier einem Einbrecher in Strullendorf in den Weg gestellt und Hab und Gut von Besitzer Stefan verteidigt. Der Dieb traut sich bestimmt nicht noch einmal an die Kümmelmansche Wohnung heran, denn der 12-jährige Podenco-Mischling hat seine Zähne nicht nur gezeigt, sondern wohl auch kräftig benutzt. Davon zeugen Blutspuren auf einer Fensterbank. Wie Janni den Einbrecher wohl in die Flucht geschlagen hat, sehen Sie im Video.

Hündin verhindert Einbruch

Mit ihren 12 Jahren ist Jana, liebevoll Janni gennant, eher eine ruhige Hunde-Omi. Gebissen habe sie noch nie, erzählt Besitzer Stefan Kümmelmann RTL: „Janni ist normalerweise total lieb, auch wenn jemand in die Wohnung kommt. Dann ist sie total zutraulich und brav.“

Vor fast 12 Jahren hat Kümmelmann den Podenco-Mischling aus einem spanischen Tierschutzprogramm nach Strullendorf im Kreis Bamberg (Bayern) geholt. Die Entscheidung für Janni hat der 58-Jährige nie bereut, ganz besonders nicht nach dem 13. September 2022.

An diesem Tag ist Janni allein Zuhause, Herrchen bei der Arbeit. Wahrscheinlich döste der Mischling vor sich hin, als plötzlich eine Gestalt am Fenster ihre Aufmerksamkeit geweckt haben muss. Eine ausgebildete Wachhündin ist sie zwar nicht, doch furchtlos stellt sich Janni dem potentiellen Dieb in den Weg.

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Seit dem Einbruchsversuch verhält sich Janni in der Wohnung unsicher, daher ist sie nun viel bei Stefan Kümmelmanns Ex-Frau, um zur Ruhe zu kommen.
Seit dem Einbruchsversuch verhält sich Janni in der Wohnung unsicher, daher ist sie nun viel bei Stefan Kümmelmanns Ex-Frau, um zur Ruhe zu kommen.
RTL

Hündin beißt Einbrecher in die Flucht

„Die Polizei vermutet, dass der Einbrecher sich an dem Gitter hochgezogen hat“, beschreibt Stefan Kümmelmann den Versuch, durch das gekippte Fenster in die Wohnung zu gelangen. Dann habe er wahrscheinlich probiert, mit der Hand reinzukommen, um den Fenstergriff umzudrehen. Nicht mit Janni, die hat in dem Moment ziemlich kräftig zugeschnappt.

Als Kümmelmann von der Arbeit nach Hause kommt, liegt die kleine Janni verstört in ihrem Körbchen. Ein zerbrochener Kerzenständer liegt am Boden – und die Fensterbank ist übersät mit Blutspuren. "Es war ziemlich viel Blut, also ich denke schon das sie ihn entweder am Unterarm oder an der Schlagader erwischt hat“, meint der Bankkaufmann.

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Der Einbrecher muss nach Jannis Attacke ziemlich geblutet haben, so wie es auf der Fensterbank aussieht.
Der Einbrecher muss nach Jannis Attacke ziemlich geblutet haben, so wie es auf der Fensterbank aussieht.
Stefan Kümmelmann
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Fensterbank voller Blutspuren nach Einbruchsversuch

Doch mit ihrer bissigen Aktion hat Janni den potentiellen Einbrecher gekonnt vertrieben. Nichts fehlt in der Wohnung. Die Polizei Bayreuth untersucht nun die gefundenen Blutspuren und gleicht sie mit der Kriminaldatenbank ab. So hofft man, dem Dieb schnell auf die Schliche zu kommen.

Matthias Potzel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken rät generell dazu, beim Verlassen des Zuhause Fenster komplett zu schließen: „Ein gekipptes Fenster ist für Einbrecher wie ein offenes Fenster.“ Auch zusätzliche Sicherungen könnten helfen, Diebe fernzuhalten.

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Seiner kleinen Janni ist Stefan Kümmelmann auf jeden Fall sehr dankbar dafür, dass sie so gut auf sein Zuhause aufgepasst und ihr Revier erfolgreich verteidigt hat. (lha)