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Streiks bei Geldboten: Geht den Bankautomaten jetzt wirklich das Bargeld aus?

Geldboten streiken!

Geht den Bankautomaten jetzt wirklich das Bargeld aus?

Kasse im Supermarkt, Foto: Daniel Karmann
Bargeld in Supermärkten könnte knapp werden.
DPA

In diesen Tagen streiken die Geldboten, weshalb der eine oder andere Geldautomat kein Bargeld mehr ausspucken könnte. Florian Graf, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) kritisiert gegenüber RTL/ntv, dass die Warnstreiks entgegen der ursprünglichen Verdi-Ankündigung um zwei Tage ausgedehnt wurden. Die Geldautomaten seien jetzt mancherorts nicht so befüllt wie sie eigentlich sein sollten.

Die Gewerkschaft Verdi hatte für die Zeit zwischen Freitag, dem 1. Juli, und Dienstag, dem 5. Juli, zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen.

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Bei einigen Geldautomaten könnte Bargeld knapp werden

„Wir stellen schon fest, dass auch von Banken die Hinweise kommen: Gehen sie woanders hin, das Geld bei Supermärkten abheben, weil die Geldautomaten nicht so befüllt sind wie sie sein sollen.“, sagt BDSW-Hauptgeschäftsführer Graf. Allerdings würden sich die Unternehmen der Branche auch so organisieren, dass sie sich regional aushelfen.

Drogeriemarktkette dm: Können noch alle Bezahlservices anbieten

Durch die Streiks erhalten allerdings auch Geschäfte wie Supermärkte und Drogerien zum Teil kein Wechselgeld mehr, wobei die Drogeriemarktkette dm gegenüber RTL/ntv beschwichtigt: „Wir bei dm arbeiten auch mit Geldtransportunternehmen zusammen, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell zum Streik aufgerufen sind. Derzeit können wir unseren Kundinnen und Kunden dennoch alle Bezahlservices sowie Bargeldabhebungen in den dm-Märkten ermöglichen.“

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Morgen startet neue Runde bei den Tarifverhandlungen

Bei den aktuellen Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 11.000 Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche soll am morgigen Mittwoch die nächste Verhandlungsrunde beginnen. Verdi fordert je nach Region und Dienstleistung eine Anhebung der Stundenlöhne auf 16,19 Euro bis 20,60 Euro. Für betriebliche Angestellte will die Gewerkschaft elf Prozent höhere Löhne und Gehälter durchsetzen. Die Arbeitgeber wiederum hatten am Mittwoch eigenen Angaben zufolge „effektive Stundengrundlohnerhöhungen“ zwischen 10,75 und 13,7 Prozent je nach Region in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 22 Monaten angeboten. (dpa/mmü)

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