Ständige Impfkommission (Stiko) gibt Empfehlung ab

Corona: Auffrischungsimpfung spätestens 2022 nötig!

Während viele Menschen noch auf ihre erste Impfung gegen das Coronavirus warten, hat sich die Stiko nun bereits für eine Auffrischungsimpfung im Jahr 2022 ausgesprochen.
Während viele Menschen noch auf ihre erste Impfung gegen das Coronavirus warten, hat sich die Stiko nun bereits für eine Auffrischungsimpfung im Jahr 2022 ausgesprochen.
© Antonio Diaz (Antonio Diaz (Photographer) - [None], istockphoto, Antonio Diaz

17. Mai 2021 - 12:45 Uhr

Bundesweite Impfschutz-Auffrischung schon 2022

Obwohl bereits 30 Millionen Deutsche mindestens einmal und rund 9 Millionen vollständig gegen COVID-19 geimpft sind, warten viele Impfwillige noch auf ihren ersten Impftermin. Währenddessen denkt die Ständige Impfkommission bereits darüber nach, wann eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus nötig sein wird. Nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach könnte das bereits im Herbst diesen Jahres der Fall sein.

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"Die aktuellen Corona-Impfungen werden nicht die letzten sein"

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. "Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein", sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen."

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Mutationen machen stetige Anpassung der Impfstoffe notwendig

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung zuverlässig rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein, sagte er weiter.

Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam seien, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem angepassten Impfstoff beginnen. Gegen die südafrikanische Variante etwa wirkten die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht so gut. "Sollte sich diese Variante bei uns stark verbreiten, sollten die betroffenen Personen dann als erste besser immunisiert werden."

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Impfschutz nicht bei allen Geimpften gleich hoch

Mertens wies darauf hin, dass die Hersteller nach eigener Aussage bereits an modifizierten Impfstoffen arbeiten, die gegen relevante derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen.

Nach Angaben des STIKO-Chefs ist es zudem denkbar, dass der Impfschutz bei einzelnen Gruppen bereits wieder nachlässt oder generell zu schwach ist. Das könne einzelne Altersgruppen betreffen oder auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bei Patienten, deren Immunabwehr medikamentös gesteuert werde, könnte es sein, dass bereits kurzfristig eine dritte Dosis nötig sei, so Mertens. (dpa/nri)

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