Bluthochdruck, Husten und Co. sind die Folgen

Statt Grippe-Piks: Kinder wurden versehentlich gegen Corona geimpft

Sophia (5) und Lukas (4) sollen versehentlich eine Corona-Impfung bekommen haben. Jetzt leiden sie unter starken Nebenwirkungen.
Sophia (5) und Lukas (4) sollen versehentlich eine Corona-Impfung bekommen haben. Jetzt leiden sie unter starken Nebenwirkungen.
© Facebook/ Alexandra Tyler Price bzw. Joshua A Price

18. Oktober 2021 - 11:13 Uhr

Statt der Grippe-Impfung gab es eine hohe Dosis Corona-Schutz

Wir warten alle auf den Tag, an dem wir wieder unbeschwert unsere Leben leben können. Aber bis das so sein wird, müssen wohl noch einige Menschen geimpft werden. Die Gefahren von zu hohen Inzidenzen und einer erneuten Überlastung des Gesundheitssystems sind einfach zu groß.

Besonders für Kinder ist ein normaler Alltag noch lange nicht denkbar. Denn gerade für sie gelten bei der Zulassung für Impfstoffe besonders strenge Regeln. In Indiana, USA hat jetzt aber ein junges Geschwisterpaar den schützenden Stoff verabreicht bekommen – das aber vollkommen unbeabsichtigt. Jetzt haben die beiden mit schlimmen Nebenwirkungen zu kämpfen.

Die Familie wollte sich gegen die Grippe impfen lassen

Es sollte ein gemeinsamer Ausflug zur Grippe-Impfung werden. Jetzt berichten die Eltern in einem Interview mit WFIE, dass dabei aber etwas gewaltig schiefgelaufen sei.

Wie die Eltern gegenüber dem Fernsehsender berichten, ging die Familie, also die Eltern Alexandra und Joshua sowie die beiden Kinder Sophia (5) und Lukas (4), Anfang Oktober zu Walgreens. Hier wollten sie sich mit einer Impfung vor einer möglichen Grippe-Infektion schützen.

Dass es sich bei dem Inhalt in der Spritze aber gar nicht um den Grippeschutz handelte, habe die Familie erst später erfahren.

Ein Mitarbeiter des Unternehmens rief die Familie später an

Im Interview erzählt Alexandra Price, dass sie zunächst keine Auffälligkeiten bemerkt habe. Erst als ein Mitarbeiter der Drogeriemarktkette bei ihnen anrief, habe sie erfahren, dass bei der Impfung etwas schiefgelaufen ist. Dieser klärte sie nämlich darüber auf, dass sowohl den beiden Eltern, als auch den Kindern Sophia und Lukas der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht wurde.

Über das Versehen bei sich selbst seien die Eltern nicht besorgt gewesen. Beide waren nach eigenen Angaben bereits seit April vollständig geimpft und somit wurde der Schutz ja nur aufgefrischt. Allerdings haben sich die Eltern große Sorgen um ihre beiden Kinder gemacht. Denn der Impfstoff ist für Kinder noch gar nicht zugelassen.

Das Unternehmen habe bislang lediglich einen Antrag bei der FDA, also der zuständigen Behörde gestellt, in dem es um eine Zulassung in Ausnahmefällen für Fünf- bis Elfjährige geht. Hinzu kommt, dass eine Impfung bei Kindern mit einer wesentlich geringeren Dosis durchgeführt würde, als das bei Erwachsenen der Fall ist. Im Fall von Familie Price haben die Kinder aber, so berichten die Eltern, jeweils eine vollständige Erwachsenendosis erhalten.

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Bluthochdruck, Herzrasen, Fieber und Co.

Und diese hohe Dosis an Impfstoff haben die kleinen Körper nicht einfach so weggesteckt. Die Eltern erzählen im Interview von den Nebenwirkungen, mit denen ihre Kinder seit der versehentlichen Impfung zu kämpfen haben.

Demnach habe ihr vierjähriger Sohn Lukas seitdem Tachykardie, also Herzrasen. Ihre fünf Jahre alte Tochter Sophia leide durch die unfreiwillige Impfung an Bluthochdruck. Auch mit Fieber und Husten haben die beiden auf die Impfung reagiert.

Das Unternehmen nehme diesen Vorfall sehr ernst

In einem Statement habe das Unternehmen Walgreens mitgeteilt, dass es sich aufgrund des Datenschutzgesetzes nicht zu personenbezogenen Fällen äußere. Jedoch, so hieß es im Statement weiter, würden solche Vorfälle selten passieren und wenn, dann würden sie sehr ernst genommen.

Ein mehrstufiges Verfahren bei Impfungen solle im Unternehmen dafür sorgen, dass menschliches Versagen minimiert wird und solche Vorfälle damit verhindert werden.

Bleibt nun zu hoffen, dass es den beiden bald wieder besser geht und dass sie von der versehentlichen Corona-Impfung keine Langzeitfolgen davontragen. (vho)