Gefahr einer Fehlgeburt:

Spirale bricht beim Sex - Ines (28) ist ungeplant schwanger

15. Juni 2021 - 0:32 Uhr

Traurige Schicksale durch fehlerhafte Produktion

Ines Kern trägt seit vier Jahren eine Hormonspirale. Sie und ihr Mann fühlen sich sicher mit dieser Verhütungsmethode. Doch dann erfahren sie bei einem Frauenarztbesuch, dass sie Eltern werden. Doch die Ärztin teilt ihr Bedenken: "Sehen wir erst nach, ob die Spirale abgegangen ist. Weil wenn sie noch sitzt, dann könnte es sein, dass dann der Embryo mitabgeht". Und tatsächlich. Ein Stück befindet sich in der Gebärmutter der 28-Jährigen. Ines trägt zu diesem Zeitpunkt wohl eine Kufperspirale aus einer fehlerhaften Charge eines spanischen Herstellers. Schon 2018 hat das Unternehmen einen Rückruf gestartet. Im Video sehen Sie, wie der Eingriff verlaufen ist, und wie es der jungen Frau geht.

Einige Frauen hatten eine Fehlgeburt

Auch Maria, so nennen wir sie – sie möchte nicht erkannt werden – hatte eine fehlerhafte Spirale in ihrer Gebärmutter. Sie muss ihr Kind schließlich abtreiben. Maria ist wütend. Die junge Frau hat der Medizin vertraut, daran geglaubt, dass das schon alles richtig für ihren Körper sei: "Mir hat jemand mein Kind genommen!", sagt sie von tiefem Schmerz erfüllt. 750 Frauen haben sich gemeldet, berichten ebenfalls von einem Materialfehler. "Das Plastik ist hart, es könnte jederzeit brechen", sagt Dr. Fiala, während er sich die Spirale genauer ansieht, "normalerweise müsste das ganz weich und biegsam sein."

Hersteller gibt Stellungnahme 

Viele betroffene Frauen wenden sich an den Verbraucherschutz. Wie verantwortet man so viele Schicksale? Im Video erfahren Sie, was der Hersteller zu den Vorwürfen sagt. Das Schmerzensgeld soll jedenfalls im niedrigen dreistelligen Bereich liegen. Zu wenig, findet Ines: "Es handelt sich jetzt nicht um irgendein Kavaliersdelikt oder irgend so ein Blödsinn!" Die 28-Jährige teilt ihr Schicksal, um andere Frauen zu warnen.

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