Was tun, wenn sich das Kind immer frei strampelt?

So bleibt Ihren Kindern auch in eisigen Nächten schön warm

Wie kann ich die optimale Temperatur im Kinderzimmer einstellen?
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18. Januar 2021 - 9:15 Uhr

Wie kann ich die optimale Temperatur im Kinderzimmer einstellen?

Die Nächte werden eisig und gute Winterdecken leisten jetzt ihre unverzichtbaren Dienste. Aber kleine Kinder schlafen bis zum Alter von um die 6 Jahren meist sehr aktiv. Was nutzt die beste Decke, wenn sie immer weggestrampelt wird? Den Kleinen wird zu kalt und prompt wird der Weg ins elterliche Schlafzimmer angetreten. Das können Sie tun, um bei Ihren Kindern die optimale Schlaftemperatur zu gewährleisten!

Kinder bevorzugen eine Schlaftemperatur von 16 bis 19 Grad

Die meisten Erwachsenen bevorzugen es, im Winter bei kühleren Temperaturen zu nächtigen. So ist in den meisten Wohnungen und Häusern für die Schlafenszeit in der Heizanlage eine sogenannte Absenkphase auf eine Temperatur um die 15 Grad Celsius programmiert. Kinder bevorzugen eine Schlaftemperatur von 16 bis 19 Grad. Doch im Winter strahlen die Wände Kälte ab, sodass die lieben Kleinen trotz Heizung an den freien Körperstellen auskühlen, wenn sie sich freistrampeln.

Denn: Das mit dem Freistrampeln klappt meistens gut, das mit dem Zudecken leider so gar nicht. Ist die Temperatur im Kinderzimmer wiederum zu hoch, schlafen Kinder in der Regel auch nicht besonders gut.

LESE-TIPP: Schlafphasen beim Baby – Wissenswertes über den Schlaf des Kindes

Optimale Zimmertemperatur einstellen: Digital ist besser!

Neue digitale Funkthermostate und SmartHome-Systeme erleichtern es, das Zimmer auf eine optimale Temperatur einzustellen (empfehlenswert sind beispielsweise smarte Thermostate von tado* oder Fritz!*) – präziser und verlässlicher als das bei älteren Heizungsthermostaten der Fall ist. Gegebenenfalls müssen sie Temperaturschwankungen in der App anpassen. Aber so kann gewährleistet werden, dass es nur im Kinderzimmer eine höhere Nachttemperatur gibt. Und auch fast alle älteren Heizungsthermen können umgerüstet werden, bei neueren Modellen ist diese Möglichkeit meist schon integriert.

Babys gehören immer in den Schlafsack

Während es bei Babys noch recht eindeutige Lösungen gibt, wird es bei Kleinkindern und kleinen Kindern schon etwas komplizierter. Denn bei Babys gilt grundsätzlich, dass sie in einem Schlafsack schlafen sollten – um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen. Im Winter empfiehlt sich natürlich ein wärmendes Babyschlafsack-Material.

In den meisten Fällen sind Eltern hier mit Nicki- oder Wollfleece beziehungsweise Baumwollplüsch gut beraten. Mit Daunen gefüllte Schlafsäcke klingen auf den ersten Blick zwar praktisch – erweisen sich in der Praxis aber oft als viel zu warm. Oft ist dann auch nach dem ersten Lebensjahr der muckelige Schlafsack bei vielen Eltern noch die erste Wahl für die Winternacht.

LESE-TIPP: So gefährlich sind beschlagene Fenster – und das hilft!

Optimale Körper- und Schlaftemperatur im Winter: Diese Möglichkeiten gibt's!

Doch wenn der Bewegungsdrang und der Wille der Kleinen größer wird, stoßen Schlafsäcke gerne auf Ablehnung. Was also tun, um die optimale Nacht-Temperatur der Kleinen zu gewährleisten? Hier eine Übersicht, wie sie für angenehme Schlaf- und Körpertemperaturen sorgen können.

0 bis 2 Jahre

  • Schlafzimmertemperatur auf 18 bis 19 Grad setzen
  • Schlafsack und Strampler aus geeignetem Material benutzen

2 bis 6 Jahre

  • Baby-Schlafsäcke auch für die Großen: Schlafsäcke, wie sie für Babys benutzt werden, gibt es auch für Kinder bis zu 6 Jahren. Die Frage ist: Akzeptiert Ihr Kind das? Müssen Sie ausprobieren!
  • Kinder-Kombi-Schlafsäcke: Für größere Kinder gibt es auch Schläfsäcke, die eine weite Öffnung haben oder sogar über die Matratze gezogen werden können. Oftmals sind das auch Modelle, die mit Matratze kombiniert sind - wenn ein anderes Kind zu Besuch ist. Reißverschlüsse an den beiden Seiten sorgen dafür, dass es zwar Bewegungsfreiheit gibt, aber das Kind doch unter der Decke bleibt. Jedenfalls theoretisch.
  • Jumbo-Pyjamas: Auch für die älteren Kinder gibt es Ganzkörper-Schlafanzüge*, die vor allem im Winter als Wärmegarant angezogen werden können - Nachteil: Da Kinder An- und Ausziehen oftmals eher nicht so mögen, kommt es zu schon mal zu zusätzlichen abendlichen Aufständen im Kinderzimmer
  • Shirts und Strumpfhosen zusätzlich: Gegebenenfalls reicht es beim Freistrampler auch, Strumpfhose und Shirt anzulassen - so die noch einigermaßen sauber sind - und den Pyjama einfach drüber zu ziehen.

GUT ZU WISSEN: Schlaftabelle zeigt - so viel Nachtruhe braucht Ihr Kind

Diese Frage stellen sich wohl fast alle Eltern: Wann ist die perfekte Schlafenszeit für mein Kind und wie viel Schlaf braucht es jede Nacht? Lehrer der Wilson Elementary School aus Wisconsin haben Richtlinien für die nächtlichen Schlafenszeiten in Form einer Tabelle veröffentlicht.

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