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So krank sind die Auswüchse auf dem Wohnungsmarkt

26. Februar 2020 - 17:10 Uhr

Wohnen gegen Sex

Die Wohnungssuche gleicht in vielen Städten der Suche nach dem heiligen Gral. Und wer eine Wohnung zu vermieten hat, der kann sich einiges herausnehmen. Fast schon normal ist es, dass man sich verpflichten muss Küchen, Waschmaschinen oder Möbelstücke zu teils horrenden Preisen vom Vormieter zu übernehmen - die Not ist groß genug. Sie ist sogar so groß, dass skrupellose Menschen, unter dem Vorwand eine Wohnung zu vermieten, versuchen junge Frauen zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Was eine jungen Kölnerin und unsere Reporterin auf dem Wohnungsmarkt erleben mussten, kann man sich kaum vorstellen.

Oft ist es so, dass die Personen, die anzügliche Nachrichten schreiben, gar keine Wohnung zu vermieten haben

Sie wollen durch die Chats wohl einfach nur ihre Macht- und Lustfantasien ausleben. Lässt sich dann tatsächlich eines der Opfer auf einen Deal "Sex gegen Wohnung" ein, dann brechen die angeblichen Vermieter den Kontakt ab. Doch Rechtsanwalt Alexander Stevens glaubt, dass es auch immer wieder vorkommt, dass ein solches Treffen tatsächlich zustande kommt.

Rechtsanwalt rät: Anzeige erstatten

Egal wie weit es in den jeweiligen Fällen kommt: Anwalt Alexander Stevens rät zur Anzeige. So hat man die Chance diesen kriminellen Sumpf auszutrocknen. Da es aktuelle Urteile in solchen Fällen gibt, ist die Chance groß, dass die Taten als sexuelle Nötigung gewertet werden und die kann hart bestraft werden. Das Phänomen Sex statt Miete ist nicht neu: Bereits 2016 haben wir den Test mit versteckter Kamera gemacht - und auch da hat unsere Reporterin wirklich üble Zustände aufgedeckt.