Guter Schutz schon ab 36 Euro

Stiftung Warentest: Das sind die sichersten Fahrradschlösser

11. September 2020 - 15:30 Uhr

So halten Sie Fahrrad-Diebe am besten fern

In Corona-Zeiten ist das Fahrrad bei den Deutschen so beliebt wie noch nie. Dabei stellt sich allerdings die Frage: Wie schützt man es am besten vor Langfingern? Denn viele müssen es auch zu Hause draußen stehen lassen. Da bleibt nur das gute alte Fahrradschloss – doch die Unterschiede in puncto Sicherheit sind riesig. Welche Modelle am sichersten sind und was Sie sonst noch tun können, damit Diebe keine Chance haben, sehen Sie im Video.

Sichere Fahrradschlösser wiegen mehr als ein Kilo

Bügelschloss Granit X-Plus von Abus
Zwei Fahrradschlösser von Abus schnitten im Test besonders gut ab. Darunter das Bügelschloss Granit X-Plus.
© Amazon.de/Abus

Während die Hersteller daran tüfteln, immer leichtere Fahrräder zu bauen, kommen die Schlosshersteller nicht hinterher. Bei den Rädern gilt je leichter desto schneller, bei den Schlössern aber: Nur richtig schwer ist richtig sicher.

Selbst wenn man für ein komplettes Fahrrad ein Gewicht von zehn Kilogramm annimmt, muss man also noch einmal ein Fünftel des Gewichts drauflegen, wenn man das Schloss mit sich führt. Bei Stahlrahmen wiederum fällt ein Schloss von zwei Kilogramm nicht weiter ins Gewicht.

Leichtere Schlösser gehen immer auf Kosten der Sicherheit. Überhaupt: Stiftung Warentest hat im aktuellen Test 20 Schlösser unter die Lupe genommen, und nur fünf davon entpuppten sich als wirklich gut (alle schwerer als ein Kilo, hinzu kommt meist noch die Halterung). Unter die fünf guten Schlösser fallen zwei Bügelschlösser, zwei Kettenschlösser und ein Faltschloss.

Diese Kriterien waren Stiftung Warentest wichtig

Die Tester haben sich die Schlösser unter folgenden Gesichtspunkten angesehen – und das ist wichtig, um das Ergebnis richtig zu interpretieren: 70 Prozent der Note macht die Aufbruchsicherheit aus, 20 Prozent die Handhabung, je 5 Prozent die Haltbarkeit und der Anteil der enthaltenen Schadstoffe.

Da fällt das mit "mangelhaft" bewertete Bügelschloss Powerloc (Schlüsselversion) der Firma Contec auf.* Es erhält bei Sicherheit und Haltbarkeit ein "sehr gut", hat allerdings einen bedenklich hohen Anteil an Schadstoffen (Naphtalin, oberhalb des Grenzwertes) und schneidet im Gesamturteil mit "mangelhaft" ab. So unschön die Naphtalin-Sache ist, festzuhalten bleibt: Als Schloss ist es sicher. Sicherer als manch gut bewertetes Schloss. Ebenso wie das Bügelschloss "New York Lock" von Kryptonite.* Es hat bei der Sicherheit die Traumnote 1,0, enthält jedoch einen Weichmacher in einer Menge, die seit Mitte 2020 verboten ist.

Die drei besten Schlösser laut Stiftung Warentest

Abus Granit Xplus* (Bügelschloss, ca. 93 Euro, Note 1,6 – gut)
Abus Bordo Granit Xplus* (Faltschloss, ca. 128 Euro, Note 1,9 – gut)
Decathlon B'Twin 940 (Bügelschloss, ca. 36 Euro, Note 2,0 – gut)

Durchgefallen sind:

XLC Dr. Mabuse III* (Kettenschloss, ca. 57 Euro, Note 4,6 – mangelhaft)
Abus Tresor 1385/110* (Kettenschloss, ca. 50 Euro, Note 5,0 – mangelhaft)
Luma Carpenter* (Faltschloss, ca. 45 Euro, Note 5,3 – mangelhaft)
Contec Powerloc (Bügelschloss mit Schlüssel, ca. 18 Euro, Note 5,5 – mangelhaft aufgrund extrem hohen Schadstoffgehalts, bei Sicherheit sehr gut bewertet)

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Siftung Warentest.

Auch in unserem Fahrradschloss-Vergleich finden sich einige der von Stiftung Warentest gecheckten Modelle. Verschaffen Sie sich am besten einen umfassenden Überblick, bevor Sie sich ein Fahrradschloss zulegen.

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