14. Juni 2019 - 11:56 Uhr

Er rettete ihnen das Leben

Daria und Olga Dabrovska kamen als siamesische Zwillinge zur Welt. 14 Jahre nach der erfolgreichen Trennungs-OP treffen sie nun ihren Arzt wieder, der ihnen mit einer riskanten OP ein normales Leben ermöglichte - ein emotionales Wiedersehen! Wie es den beiden Mädchen jetzt geht und warum sie ihren Arzt als "zweiten Vater" bezeichnen, sehen Sie im Video.

Das Phänomen der siamesischen Zwillinge

Er ermöglichte ihn ein normales Leben und dafür sind sie ihm unendlich dankbar: Als Doktor Abudllah aus Saudi-Arabien vor 14 Jahren, die siamesischen Zwillinge in einer 18-stündigen Operation trennte, war das eine Sensation. Denn die Trennung von siamesischen Zwillingen ist eine riskante Operation.

Siamesische Zwillingen sind eigentlich eineiige Zwillinge, bei denen sich in der frühen Entwicklung die befruchtete Eizelle nicht vollständig in zwei eigenständige Embryos geteilt hat. Daher bleiben sie während der Schwangerschaft und auch danach körperlich miteinander verbunden – so auch Daria und Olga, die an der Wirbelsäule miteinander verbunden waren. Die Angaben, wie viele siamesische Zwillinge es gibt, sind sehr unterschiedlich und schwanken von 1:50000 bis 1:200000. Ihre Überlebenschancen sind sehr gering, demnach kommen auf eine Million Geburten in etwa nur einmal lebensfähige Kinder. Und auch nach der Geburt ist ohne eine Trennung ein normales Leben kaum möglich.

Wie verläuft eine Trennung?

Da siamesische Zwillinge überall miteinander verbunden sein können, ist eine chirurgische Trennung nicht immer möglich. Eine OP kann nur erfolgen, wenn einige Voraussetzungen gegeben sind:

  • Die beiden Zwillinge müssen jeweils alle lebensnotwendigen Organe besitzen.
  • Die lebensnotwendigen Prozesse wie Stoffwechsel und Atmung dürfen nicht zu kompliziert verflochten sein.

Die Operation erfolgt in der Regel kurz nach der Geburt oder innerhalb des ersten Lebensjahres, weil die Heilungschancen dann am größten sind.