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Sebastian Vettel: "Ich bin schon schlechter gefahren und war weiter vorne"

Stimmen und Reaktionen zum Spanien-GP

Sebastian Vettel: "Ich bin schon schlechter gefahren und war weiter vorne"

BARCELONA, SPAIN - MAY 22: Sebastian Vettel of Germany and Aston Martin F1 Team looks on prior to the F1 Grand Prix of Spain at Circuit de Barcelona-Catalunya on May 22, 2022 in Barcelona, Spain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)
Sebastian Vettel hadert weiter mit seinem Sportgerät - dem Aston Martin AMR22
FN / WTM, Getty Images, Bongarts

Bei Ferrari war man trotz des bitteren Aus’ von Charles Leclerc “ganz happy“ nach dem Formel-1-GP in Barcelona, beim Siegerteam wollte trotz Doppelerfolg von Max Verstappen und Sergio Perez keine ungetrübte Freude aufkommen. Grund: Perez fühlte sich benachteiligt und machte das nach dem Rennen auch öffentlich. Auch die deutschen Piloten Sebastian Vettel und Mick Schumacher waren frustriert. Stimmen und Reaktionen zum Großen Preis von Spanien.

Max Verstappen (Red Bull / Sieger)

Ich bin abgeflogen, weil ich Rückenwind hatte, da habe ich das Auto verloren Und auch mein DRS hat nicht immer funktioniert. Da hat es schwierig gemacht für mich, aber wir haben es über die Strategie gut gemanagt. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren. Ich bin sehr glück, auch für Checko (Sergio Perez; Anm. d. Red.) und für das Team.

Sergio Perez (Red Bull / 2. Platz)

Ich freu ich sehr über die Unterstützung hier – zum ersten Mal bin ich in Spanien auf dem Podium. Es war eng zwischen mir und Max (Verstappen, Anm. d. Red.). Wir waren auf verschiedenen Reifenstrategien. Ich sollte die Position, die ich ihm am Anfang überlassen haben, später wiederbekommen. Aber ich habe sie nicht wiederbekommen und dann kam der Wechsel auf die Dreistopp-Strategie. Das müssen wir intern besprechen. Natürlich willst du gewinnen und natürlich freue ich mich über das Teamergebnis. Aber wir müssen ein paar Dinge klarstellen.

George Russell (Mercedes / Platz 3)

Ich habe alles gegeben. Ich bin sehr stolz, danke auch an das Team. Ich habe ständig die Red Bulls im Rückspiegel gehabt, es gab einige Runden, die ich sehr genossen habe und ich bin froh, dass ich den dritten Platz ins Ziel gebracht habe. In den letzten Runden war es ein Überlebensrennen wegen der Überhitzungsprobleme. Wir haben wirklich kämpfen müssen. Max (Verstappen; Anm. d. Red.) hatte das DRS- Problem und wir haben gedacht, wir machen es ihm nicht einfach. Wir hatten beide die Pace heute. Und wir müssen da sein, wenn es darauf ankommen. Wir haben harte gearbeitet in den vergangenen Wochen, wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen, aber die Richtung stimmt. Wir habe eine Basis gefunden, auf der wir aufbauen können.

Carlos Sainz (Ferrari / Platz 4)

Es war wirklich hart. Es fing schon mit dem Dreher an. Es war glaube ich, eine Windböe, die mich da rausgedrückt hat. Das Auto war danach auch etwas beschädigt, glaube ich. Wir konnten doch ein paar Dinge mitnehmen, die wir gelernt haben. Ich habe mir schwer getan mit dem Auto, das ganze Wochenende über. Wir müssen auch als Team zurückkommen, weil es heute nicht optimal gelaufen ist.

Charles Leclerc (Ferrari / ausgefallen)

Ferrari driver Charles Leclerc of Monaco walks at the pit lane after his car's breakdown during the Spanish Formula One Grand Prix at the Barcelona Catalunya racetrack in Montmelo, Spain, Sunday, May 22, 2022. (AP Photo/Pool/Manu Fernandez)
Für Charles Leclerc war das Rennen in Runde 27 vorbei
HA, AP, Manu Fernandez

Es gab keine Vorwarnung, ich habe plötzlich Leistung verloren in Kurve 7. Bis dahin hatte ich das Renne unter Kontrolle gehabt, ich hatte keine Probleme bis dahin. Max hat Probleme gehabt zu Beginn des Rennens, deshalb tut der Ausfall um so mehr weh. Ab so etwas passiert eben mal während einer Saison. Ich freue mich jetzt auf Monaco. Wir haben eine gute Pace im Qualifying und im Rennen, es wird ein gutes Wochenende werden.

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Helmut Marko (Red Bull Motorsportberater)

Das war hart erkämpft, sehr nervenaufreibend: Das DRS bei Max (Verstappen; Anm. d. Red.) hat nicht immer funktioniert, wir haten mit den Temperaturen zu kämpfen und mussten daher auch zurückstrecken. Aber wenn wir freie Fahrt hatten, hatten wir das schnellste Auto im Feld. Dann kamen noch die Windböen. Es war kein einfaches Rennen.

Die DRS-Probleme haben etwas mit der Gewichtsreduktion zu tun. Dass dieser Defekt in dieser Form auftritt war nicht vorhersehbar. Wir dachten, wir hätten das Problem nach der Quali gelöst, aber wir wurden eines besseren belehrt.

Der Kampf geht weiter, Mercedes rückt näher, das haben wir gesehen. Irgendwann werden sie aus eigener Kraft vorne mitfahren können. Wir wissen wo das Problem liegt und bis Monaco sind es fünf Tag.

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari)

Es ist enttäuschend, aber nicht frustrierend. Letztlich sind wir ganz happy. Ich hatte gehofft, diese Pace zu sehen heute. Wir hatten ein gutes Paket und das Auto hat sich gut verhalten. Wenn das auf einer Stecke wie Barcelona das Fall ist, dann ist das überall so. Die WM ist lang un des geht jetzt erst richtig los. Das Problem bei Charles (Leclerc; Anm. d. Red.) hatte etwas mit der Power-Unit zu tun. Wir müssen uns das in Maranello genau anschauen und analysieren.

Wir habe nach Miami versucht die Probleme dort besser zu verstehen, auch beim Reifenmanagement. Am Freitag war es noch nicht so gut, aber dann haben wir ein Setup gefunden und ich glaube, wir haben jetzt einen guten Ansatz gefunden. Wir sollten nicht so enttäuscht sein über das Rennen heute.

Ich würde bei Carlos (Sainz; Anm. d. Red) nicht von Problemen sprechen. Charles ist einfach sehr schnell und Carlos ist immer noch in einem Anpassungsprozess mit einem Auto, das sehr schwer zu fahren ist. Aber er hat gekämpft und er hat das heute wirklich gut gemacht.

Mercedes hat sich verbessert, aber wenn sich man den Rückstand am Ende des anschaut, ist der Abstand doch noch signifikant. Ich denke, über Mercedes müssen wir uns keine Sorgen machen.

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef)

Wir hatten wieder viel zu lernen und wir haben durch Gerorge (Russell; Anm. d. Red.) einen soliden dritten Platz. Ohne die Kollision am Anfang hätte Lewis (Hamilton; Anm. d. Red.) um den Rennsieg mitfahren können. Am Ende hatte er ein Wasserleck. Wenn du das Bouncing in den Grifffbekommst, kannst du mit dem Auto wesentlich niedriger fahren und dann ist die Leistung da. Dass Kevin Magnussen so eine Kollision riskiert am Anfang ist unverständlich, auch wegen der Punkte, die für Haas drin gewesen wären.

Sebastian Vettel (Aston Martin / 11.)

 VETTEL Sebastian F1 Team Aston Martin Formel 1 Saison 2022 GP von Spanien 2022 Am 20.05.2022 in Barcelona *** VETTEL Sebastian F1 Team Aston Martin Formula 1 Season 2022 GP of Spain 2022 On 20 05 2022 in Barcelona Copyright: xJerryxAndrex
Platz 11 - nicht der Anspruch eines viermaligen Champion wie Sebastian Vettel
www.imago-images.de, IMAGO/Laci Perenyi, IMAGO/Jerry Andre

Wir müssen auch ehrlich sein: Zwei Autos vor uns hat es erwischt. Es ist natürlich schade, dass wir nichts mitnehmen konnte. Es war sehr schwer heute, mit den Reifen zu haushalten. Ich bin so weit zufrieden, es ist halt ein ein 11. Platz. Ich bin schon schlechter gefahren und war weiter vorne. Aber so ist das eben in unserem Sport. Die meiste Zeit hatte ich sehr gute Autos, aber im Moment ist das ebenen nicht so.

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Mick Schumacher (Hass / 14.)

Die Strategie war dann doch etwas anders, als wir dachten. Wir müssen jetzt mal schauen, warum es so war, und warum wir nicht reagiert und es geändert haben. Nach eine sehr guten ersten Runde war die Hoffnungen doch sehr groß, aber nach der zweiten und dritten Runden kam dann schon das Gefühl, dass es schwer werden wird. Unser Auto ist auch ohne Updates immer noch sehr stark, gerade die Qualiperformance, und gerade das zählt in Monaco.
(wwi)