Sammlerherz trifft Olympische Spiele

Ohne Teilnahme: Dieser Mann hat gleich mehrere Olympiamedaillen

21. Juli 2021 - 17:09 Uhr

Frank Scheffka hat eine einzigartige Olympia-Sammlung

Wo soll man hier bloß zuerst hinschauen? In der Sportlersammlung von Frank Scheffka in seinem Haus in Delmenhorst übertrifft ein Ausstellungsstück das andere und die meisten tragen die berühmten fünf Olympischen Ringe. Sogar mehrere Medaillen stellt der 55-Jährige hier aus. Die Exponate hat Frank Scheffka nicht etwa gekauft, nein, sie wurden ihm geschenkt. Ehemalige Athleten suchen den Sammler auf und übergeben ihm ihre wertvollsten Erinnerungen – und das aus einem besonderen Grund.

Die Sammelleidenschaft begann übrigens mit etwas, das viele Menschen auch schon einmal bekommen haben. Was, verrät Frank Scheffka im Video.

Von kleinen Ansteckern bis zu ganzen Outfits

Drei olympische Fackeln hat Frank Scheffka. Diese ist von den olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.
Drei Olympische Fackeln hat Frank Scheffka in seiner Sammlung. Diese ist vom Fackellauf für die Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.
© RTL Nord

Seit 41 Jahren sammelt Frank Scheffka alles rund um die Olympischen Spiele. Die Herzstücke seiner Sammlung sind drei Olympische Fackeln. "Die erste dieser Fackeln, die als besonderes Olympia-Symbol gilt, die habe ich 2014 von Eiskunstläufer-Gewinner Maxim Marinin geschenkt bekommen", erzählt der 55-Jährige im RTL Nord-Interview. Maxim Marinin gewinnt 2006 in Turin Gold im Paarlauf und läuft später eine Etappe mit der Fackel für die olympischen Winterspiele in Sotschi. Von dem Russen hat Scheffka auch einen Sportanzug samt Mütze und Schal.

Ein Ort für die Erinnerung

Die Bronzemedaille gewann Leichtathletin Elfriede Kaun bei den Olympischen Spielen in Berlin im Hochspringen.
Diese Bronzemedaille gewann Leichtathletin Elfriede Kaun bei den Olympischen Spielen in Berlin im Hochspringen.
© RTL Nord

Athleten geben ihre Stücke gerne bei Frank Scheffka ab, weil er anders als viel Sammler die Erinnerungen nicht "versteckt": Er führt Interessierte und Schulklassen durch seine Sammlung und dabei gleichzeitig durch die Geschichte. Zu jedem Exponat kann er etwas erzählen, kennt die Story dahinter. Er hat einige Athleten auch schon persönlich getroffen. "Es gibt keine Anonymität, wie man das in anderen Sammlungen erlebt", erklärt Scheffka stolz. Er möchte den Sportlern und ihren Geschichten einen Ort für die Erinnerung geben.

Frank Scheffka ist selbst übrigens nie Olympia-Teilnehmer gewesen. Eine persönliche Auszeichnung hat er trotzdem: "Mein Sohnemann hat mich mit einem Pokal ausgezeichnet als besten Papa der Welt. Da bin ich auch ganz stolz drauf." (mba)

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