Das Martyrium von Monica Lierhaus nach der schweren Hirn-OP„Ich war wie eine lebende Leiche”

„Ich konnte gar nichts!”
Sie war das Aushängeschild der ARD-„Sportschau”, bundesweit bekannt. Doch eine Operation im Jahr 2009 veränderte ihr Leben komplett. Nun blickt RTL-Moderatorin Monica Lierhaus (55) auf die schlimme Zeit zurück – und offenbart, dass sie beim Kampf zurück ins Leben auch Demütigungen ertragen musste.
Hirn-OP geht schief – vier Monate im Koma!
In einem bewegenden Interview im Podcast „Wie geht’s? mit Robin Gosens” (31) sagt Monica Lierhaus: „Ich konnte gar nichts, ich war wie eine lebende Leiche.” Und weiter: „Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert.”
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Im Januar 2009 sollte ein Aneurysma in Lierhaus’ Gehirn entfernt werden. Doch während des Eingriffs ging etwas schief, schwere Hirnblutungen waren die Folge. Die damals erfolgreiche Sportjournalistin musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Vier Monate lag sie zwischen Leben und Tod. Den Angehörigen rieten die Ärzte bereits, sich von ihr zu verabschieden.
Monica Lierhaus wurde angeglotzt wie ein Monster
Was folgte, war ein zäher Kampf zurück ins Leben. „Ich konnte gar nichts”, sagt Monica Lierhaus rückblickend, nicht mal selbstständig schlucken. Acht Monate dauerte ihre Rehabilitation am Bodensee. In den vergangenen Jahren hat sie dann unter anderem für den Pay-TV-Sender Sky gearbeitet, seit 2023 ist sie im Sportteam von RTL Aktuell.

Die Rückkehr in den Alltag brachte neue Herausforderungen mit sich. „Es war ganz fürchterlich. Ich bin angeglotzt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe, wirklich schlimm”, erinnert sich Lierhaus an die Zeit nach ihrer Entlassung aus der Klinik. Hinzu kam die Belagerung durch Paparazzi, die jeden ihrer Schritte dokumentieren wollten.
2011 entschied sich die Journalistin deshalb für einen bemerkenswerten Schritt: Bei der Verleihung der Goldenen Kamera trat sie erstmals wieder öffentlich auf – nach dem Motto: „Nehmt mich oder lasst es”, wie sie im Podcast verrät. Es war ihr Weg, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen.
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Monica Lierhaus lebt weiter mit Einschränkungen
Mit Einschränkungen muss Lierhaus nach eigener Aussage weiter leben. Bei Treppen ohne Geländer sei sie aufgeschmissen. „Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann. Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran.” Der Gleichgewichtssinn werde nicht wiederkommen, so Lierhaus.
So richtig akzeptiert habe sie bis heute nicht, dass sie nicht mehr das Leben wie vor der OP führen könne, sagt Lierhaus. Aber sie sei wahnsinnig dankbar für die Arbeit. „Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich. Vor allen Dingen bin ich dann auch schmerzfrei.” (nlu mit spot on/dpa)
Verwendete Quellen: Spot on News, DPA
































