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Museum

Öffentliche Ausstellungen von kultureller bzw. geschichtlicher Bedeutung lassen sich in Museen entdecken. Der Begriff stammt vom altgriechischen Wort Mouseion ab.

In Museen finden öffentliche Ausstellungen statt, denen eine besondere kulturelle, künstlerische, historische oder wissenschaftliche Bedeutung zugewiesen werden. Gemeinnützigkeit ist typisch für Museen und folgt dem dem Ziel, wertvolle Ausstellungsstücke für die Nachwelt zu erhalten. Geschichtlich lässt sich der Begriff Museum bis in die Antike zurückverfolgen. So stammt die Bezeichnung vom altgriechischen Wort „Mouseion (Μουσεῖον)“ ab. Mouseion ist demnach ein Ort, der den Musen gewidmet ist, den hellenischen Schutzgöttinnen der Kunst. Die Wissenschaft, die sich mit der musealen Bedeutung von Objekten und der Musealität an sich beschäftigt, heißt Museologie.

Museen – frühe Formen der musealen Ausstellung

Auch wenn das moderne Konzept des Museums sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, gab es schon in der Antike bedeutende private Sammlungen. Ein prominentes Beispiel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist die Artefaktsammlung der babylonischen Prinzessin En-nigaldi-Nanna. Sie trug zahlreiche Stücke aus früheren mesopotamischen Kulturen zusammen. In der Antike war bereits das Konzept der Pinakothek bekannt. In Tempeln wie dem Heraion von Samos wurde ein Raum für sogenannte Pinakes – bemalte Holz-, Ton- oder Marmortafeln – zur Verfügung gestellt. Einige Anthropologen vertreten außerdem die These, dass die Grabbeigaben im historischen China und Ägypten auch als kulturelle Erinnerung für die Nachwelt gedacht waren – nicht unähnlich eines modernen Museums.

Von Privatsammlungen zu öffentlichen Museen

In der Renaissance wurden Privatsammlungen von Kunst immer populärer. Als ältestes Museum der Welt wird die Sammlung des Schlosses Ambras angesehen, das auf der Kollektion des Renaissancefürsten Ferdinand II. (1529-1595) basiert. Im 18. Jahrhundert schließlich verbreitete sich die Idee einer öffentlichen musealen Ausstellung. Die Uffizien in Florenz verfügten bereits um 1570 über eine private Kunstsammlung von Francesco de' Medici. Nach dem Tod der letzten Angehörigen des Hauses Medici in Florenz, Anna Maria Luisa de' Medici, wurde diese Sammlung 1743 öffentlich zugänglich. Heute zählen zu den meistbesuchten Museen der Louvre in Paris (jährlich etwa 7 Millionen Besucher), das Museum of Modern Art in New York (etwa 7 Millionen) und die National Gallery in London (etwa 6 Millionen).