Sie hörten verzweifelte Schreie und sahen, dass sich etwas in der Tasche bewegte

Motorradfahrer wirft Rucksack mit Baby von einer Brücke in den Fluss - Fischer retten das Kind

Baby von Brücke geworfen
Ein Unbekannter warf das Baby im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco von einer Brücke.
Facebook/Jornal do Commercio

In Brasilien haben Fischer einem Baby das Leben gerettet. Wie das brasilianische Nachrichtenportal „G1“ berichtet, beobachteten Zeugen, wie ein Mann einen Rucksack von einer Brücke in São Lourenço da Mata im Großraum der Metropole Recife warf. Zwei Fischer, die mit ihrem Boot unterhalb der Brücke unterwegs waren, hörten ein Baby schreien und sahen den Rucksack ins Wasser stürzen. Als die die Tasche aus dem Wasser fischten und öffneten, entdeckten sie ein neugeborenes Mädchen darin. Die Polize ermittelt nun wegen versuchter Tötung.

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Fischer Pedro und Arnaldo ziehen Rucksack mit Baby aus dem Wasser

Der Vorfall ereignete sich bereits am 17. November. Die Fischer alarmierten die Militärpolizei, die kurze Zeit später am Tatort eintraf. Das Baby wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei stabil, hieß es in dem Bericht. Das Mädchen war offenbar erst wenige Stunden alt, als der Unbekannte versuchte, es im Fluss verschwinden zu lassen. Zeugenaussagen zufolge soll er mit einem Motorrad über die Brücke gefahren sein und den Rucksack in den Fluss darunter geworfen haben.

Laut dem brasilianischen Sender „TV Jornal“ ist die Brücke 20 Meter hoch – trotzdem überlebte das Neugeborene den Sturz ins Wasser – vor allem weil Pedro Henrique dos Santos und Arnaldo Henrique Lopes schnell zur Stelle waren. Der Rucksack habe sich bewegt, sagte Arnaldo dem Sender. Er habe zuerst gedacht, dass vielleicht ein Welpe darin sei. Pedro habe dann nachgesehen und gesagt: „Es ist kein Tier, sondern ein Kind“. Der Fischer sei in Tränen ausgebrochen.

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Brasilien: Kleines Mädchen war erst wenige Stunden alt

Fotos aus sozialen Netzwerken zeigen den Rucksack, in dem das Mädchen gefunden wurde: Er ist schwarz und mit drei lachenden Alpakas bedruckt. An der Vorderseite ist ein Button angeheftet, darauf steht in weißen Druckbuchstaben „Friends“. Das Kind war offenbar in mehrere rosafarbene Handtücher gewickelt und dann in den Rucksack gesteckt worden.

Das Baby sei äußerlich unverletzt gewesen, bestätigte die Stadtverwaltung. Jemand habe nach der Geburt die Nabenschnur unprofessionell durchtrennt. Das kleine Mädchen soll nun 48 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Danach soll sich der Vormundschaftsrat von São Lourenço da Mata um das Kind kümmern. Von der Mutter, die das Kind zur Welt gebracht hat, sowie dem Mann auf dem Motorrad, der es in den Fluss geworfen haben soll, fehlt bisher noch jede Spur. (jgr)

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