RTL News>News>

RTL/ntv-Trendbarometer zur Ukraine-Krise: 90 Prozent der Deutschen sind beunruhigt

Auseinandersetzungen zwischen der NATO und Russland spitzen sich weiter zu

Ukraine-Krise: 90 Prozent der Deutschen sind beunruhigt

90 Prozent der Deutschen sind beunruhigt Ukraine-Krise
01:14 min
Ukraine-Krise
90 Prozent der Deutschen sind beunruhigt

30 weitere Videos

Die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze ist bereits seit Monaten angespannt. Die Angst vor einem russischen Angriff ist in der Ukraine groß – aber auch die Deutschen sind besorgt. Das zeigen die Zahlen einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv.

AfD-Anhänger weniger von der Krise beunruhigt

Die USA befürchten derzeit, dass Russland bereits einen Krieg vorbereitet. Darauf weisen Truppenbewegungen und der Aufmarsch Zehntausender Soldaten entlang der ukrainischen Grenze hin. Russland betont jedoch täglich, keinen Überfall auf die Ukraine zu planen.

Eine große Mehrheit der Deutschen ist aufgrund der aktuellen Auseinandersetzungen zwischen der NATO und Russland „beunruhigt“. Das ergeben Zahlen einer Forsa-Umfrage mit mehr als 1.000 Befragten im Auftrag von RTL/ntv. Etwa 40 Prozent der Befragten waren sogar „sehr“, knapp die Hälfte zumindest „etwas“ beunruhigt.

Nur wenige gaben an, dass die Krise bei ihnen keine Unruhe auslöse. Unter AfD-Anhänger war Anteil der Unbesorgten überdurchschnittlich hoch. Knapp zwei Drittel der befragten Anhänger der Partei gaben an, die Ukraine-Krise beunruhige sie nicht.

Viele Deutsche sind unzufrieden mit der Regierung

Der Umgang der Bundesregierung mit der Ukraine-Krise wurde in den letzten Wochen viel kritisiert. Am Dienstag reiste Bundeskanzler Scholz nach Russland, um Gespräche mit dem russischen Staatsoberhaupt Putin zu führen. Zur Diskussion steht weiterhin, wie Deutschland die Ukraine wirtschaftlich, militärisch und diplomatisch unterstützen sollte.

Etwa zwei Drittel der Deutschen sind laut Umfrage mit dem bisherigen Umgang der Ampel-Regierung mit der Krise unzufrieden. Dennoch scheint sich die Stimmung zumindest etwas zum Positiven zu wandeln. Während letzte Woche nur 23 Prozent der Deutschen mit der Regierungsleistung zufrieden waren, sind es jetzt schon sechs Prozent mehr. Etwas höher ist der Zuspruch unter den Anhängern der regierenden Parteien SPD und Grüne: Jeweils knapp über die Hälfte der Parteianhänger waren mit der Regierungsleistung in der Krise zufrieden.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Mehrheit ist gegen Waffenlieferungen

Nachdem Verteidigungsministerin Christine Lambrecht die Lieferung von 5.000 Schutzhelmen in die Ukraine verkündet hatte, wurde besonders die deutsche Position zu Waffenlieferungen viel kritisiert. Trotz aller internationaler Kritik bleibt die Bundesregierung standhaft: Es soll keine Lieferungen tödlicher Waffen an die Ukraine erfolgen. Möglich wäre die Lieferung von Militärgütern, die keine tödlichen Waffen sind.

Von den Bundesbürgern bekommt die Regierung mit dieser Haltung größtenteils Rückendeckung. Knapp 60 Prozent sind nach wie vor gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Das sind allerdings etwa 8 Prozent weniger als noch vor einer Woche. Inzwischen sprechen sich mit fast einem Drittel mehr Bundesbürger dafür aus, dass Deutschland seine ablehnende Haltung bezüglich Waffenlieferungen überdenkt. (forsa/jbr)

Politik & Wirtschaftsnews, Service und Interviews finden Sie hier in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos

Spannende Dokus und mehr

Sie lieben spannende Dokumentationen und Hintergrund-Reportagen? Dann sind Sie bei RTL+ genau richtig: Ob zu Angela Merkel , zu Corona oder zu den Hintergründen zum Anschlag vom Breitscheidplatz – bei RTL+ finden Sie die richtige Reportage für Sie