Polizei glaubt, dass er im Iran ist

Rocker-Mörder Ramin Y. verhöhnt deutsche Ermittler bei Instagram

Der mutmaßliche Rocker-Mörder Ramin Y. prahlt auf Instagram mit seiner Flucht.
Der mutmaßliche Rocker-Mörder Ramin Y. prahlt auf Instagram mit seiner Flucht.

05. September 2021 - 14:42 Uhr

Kein Auslieferungsabkommen mit dem Iran

Wo ist der mutmaßliche Rocker-Mörder Ramin Y.? Im Iran, glauben die Ermittler. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Der 33-Jährige hat neben der deutschen auch die iranische Staatsbürgerschaft. Gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Am Tag nach der Großrazzia in Nordrhein-Westfalen lud Ramin Y. auf seinem Instagram-Account mehrere Bilder und Videos hoch, in denen mit seiner Flucht prahlt und sich damit indirekt über die Ermittler lustig macht.

Ramin Y. soll Mord und zwei Mordversuche begangen haben

Fahndung nach Mord an Kai M.
Mit diesem Plakat suchte die Polizei Zeugen für den Mord an Kai M.
© Polizei

Die Ermittler werfen Y. neben dem Mord an "Hells Angels"-Rocker Kai M. (32) im Jahr 2014 zweifachen versuchten Mord vor. Er soll 2013 an dem Anschlag auf einen "Bandidos"-Rocker und dessen Freundin beteiligt gewesen sein. Wegen des Mordes an Kai M. war Ramin Y. schon lange im Visier der Ermittler. 2016 hatten sie ihn schon einmal mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) in seiner Wohnung festgenommen, dann aber wieder laufen gelassen.

Festgenommene lehnen Redeangebot der Polizei "dankend" ab

Fünf Personen, die am Donnerstag - neben zwei Verhafteten - vorläufig festgenommen wurden, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Man habe allen "Redeangebote" gemacht, was die meisten aber sofort "dankend abgelehnt haben", so eine Polizeisprecherin. Sie bestätigte, dass es im aktuellen Verfahren einen Kronzeugen gibt. Laut "Bild"-Zeitung hatte der Mann die Ermittler zum abgetrennten und einbetonierten Kopf des Mordopfers im Rhein-Herne-Kanal geführt.

Polizeiangaben zufolge ist der Fund des Kopfes gut ein Jahr her. Man habe bei den Ermittlungen einen "langen Atem" bewiesen, der sich gelohnt habe, so die Sprecherin. Nun müssen die Ermittler einen Weg finden, Ramin Y. festzunehmen oder festnehmen zu lassen. Deutschland hat kein Auslieferungsabkommen mit dem Iran. (uvo)