Prof. Timo Ulrichs ist zufrieden mit den Corona-Beschlüssen

Corona-Maßnahmen kommen "viel zu spät", aber immerhin wird nicht mehr abgewartet!

03. Dezember 2021 - 12:09 Uhr

Fast überall 2G ab jetzt

Bei der Bund-Länder-Konferenz wurden neue Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossen, unter anderem 2G in Freizeit- und Kultureinrichtungen, sowie Geschäften, die nicht für den täglichen Bedarf sind und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Endlich, aus Sicht des Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs.

Ob die Maßnahmen aus seiner Sicht ausreichen und was wir uns noch vom neuen Impfstoff Novavax versprechen können, erklärt Prof. Timo Ulrichs im Gespräch mit Nele Balgo.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Abwarten war die schlechteste aller Optionen

Die nun beschlossenen Maßnahmen kämen zwar "viel zu spät", er sei aber ansonsten mit den Beschlüssen relativ zufrieden sei. Es werde immerhin nicht mehr nur abgewartet, "das war ja die schlechteste aller Optionen", so Prof. Ulrichs.

Zudem reduzieren immer mehr Menschen ihre Mobilität freiwillig, was hoffentlich dazu führe, dass die Zahlen bald wieder etwas sinken werden.

Lese-Tipp: Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern im Überblick

Quasi-Lockdown für Ungeimpfte

Durch die neuen Beschlüsse ist ein indirekter Lockdown für Ungeimpfte in Kraft getreten. Die Hoffnung ist, dadurch mehr Menschen zu einer Impfung zu bewegen. Die Menschen, die grundsätzlich gegen das Impfen sind, werde man so wohl nicht überzeugen können. Im Gegenteil: Prof. Timo Ulrichs vermutet, eher dass "der Widerstand da noch größer wird".

Der neue Totimpfstoff von Novavax lässt allerdings hoffen, dass sich noch einige Menschen mehr impfen lassen werden, die nicht auf die neue Technologie der mRNA-Impfstoffe vertrauen.

Zusätzlich sind weiterhin die Boosterimpfungen und leider auch Kontaktbeschränkungen unverzichtbar, um die Zahlen zu senken. (lan)

Lese-Tipp: Novavax beantragt Zulassung von Corona-Impfung in EU

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland