RTL News>Rtl Nord>

Poller-Wahnsinn in Osnabrück: Warum Radfahrer hier ausgebremst werden

Hindernisparcours für Drahtesel

Poller-Wahnsinn in Osnabrück: Warum Radfahrer hier ausgebremst werden

Poller-Wahnsinn in Osnabrück Warum Radfahrer hier ausgebremst werden

30 weitere Videos

von Delf Deicke und Kristina Hoffmann

In Osnabrück wurden auf einem vermeintlichen Radweg jede Menge rot-weiße Poller aufgestellt. Nervig und teuer sei der Poller-Parcours, sagen Anwohner. Sehen Sie im Video, warum der Weg nicht nur den Radlern wehtut, sondern auch dem Geldbeutel.

Rad- oder Gehweg?

Foto: RTL
Klassischer Rad- und Gehweg, oder doch nicht? Trotz unterschiedlicher Pflasterung handelt es sich hier ausschließlich um einen Gehweg.
RTL

Aber die Aufregung ist doch ganz umsonst, oder? Der vermeintliche Radweg ist nämlich eigentlich ein Gehweg und gar nicht für den Drahtesel gedacht. Wäre da nicht diese rote Pflasterung, die doch stark an einen Fahrradweg erinnert. Außerdem sollen die Poller einen guten Zweck erfüllen: Autos würden sonst auf dem „Gehweg“ parken oder bei Gegenverkehr sogar darauf ausweichen. Genügt das zur Daseinsberechtigung?

Poller sollen nun teilweise wieder abgebaut werden

Foto: RTL
Bald soll er zurückgebaut werden: Der Poller-Urwald in Osnabrück.
RTL

Anwohner und Radfahrer finden: Nein. Nicht nur, dass eine entspannte Fahrradtour hier zum Zirkusakt wird, es kostet dem Steuerzahler auch noch Geld. Rund 45.000 Euro sollen für die Poller veranschlagt gewesen sein, die nun teilweise wieder abgebaut werden sollen. Laut dem Bund der Steuerzahler sei diese Summe nicht vollends ausgeschöpft worden, eine Absprache im Vorfeld wäre aber besser gewesen. „Dass man wahrscheinlich die Bürger nicht rechtzeitig über diese Polleraufstellung informiert hat, ist kritisch zu sehen, denn diesen Widerspruch, der sich direkt nach der Aufstellung der Poller ergeben hat und der jetzt letztendlich zum Abbau geführt hat, hätte man sich sparen können. Diese Ehrenrunde wäre vermeidbar gewesen“, sagt Jan Vermöhlen vom Bund der Steuerzahler im RTL-Interview.