Deswegen ist eine Impfung auch für Männer so wichtig

Polizist kämpfte gegen Krebs: "Durch HPV verlor ich meine halbe Zunge"

15. September 2021 - 14:31 Uhr

Zehn Prozent aller HPV-Fälle können zu Krebs führen

Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe des Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV). In den meisten Fällen verläuft so eine HPV-Infektion harmlos. In 10 Prozent der Fälle allerdings kann sie Krebs auslösen, vor allem Gebärmutterhalskrebs. Was viele nicht wissen – diese Viren können auch bei Männern zu Krebserkrankungen führen, etwa im Mund- und Rachenraum oder im Genitalbereich. Don Rohde ist 57 und Motorrad-Polizist in Köln. Er verlor durch eine HPV-bedingte Krebserkrankung eine halbe Zunge. Im Video erzählte er, was die Folgen seiner Krebserkrankung sind und wie er damit umgeht.

Don Rohde kämpft noch heute mit den Folgen seiner Krebserkrankung

Eine Impfung hätte seine Krebserkrankung verhindern können, ist sich Don Rohde aus Köln sicher. Der Polizist bekam 2015 die Diagnose Zungenkrebs, ausgelöst durch Humane Papillomviren. Als Ärzte den Tumor bei ihm entdeckten, hatte er bereits in die Lymphknoten gestreut. Es folgten mehrere Operationen, eine Chemo- und eine Strahlentherapie. Rohde hat überlebt, aber kämpft noch heute mit den Folgen seiner Krebserkrankung.

Lese-Tipp: Peniskrebs durch HPV – darum sollten sich Jungen impfen lassen!

Trotzdem spricht Don Rohde heute wieder klar und deutlich, seinen Beruf kann er jetzt wieder ausüben. Bei dem Thema Essen sieht es allerdings anders aus. Die Erfahrungen seiner Krebserkrankungen will der Kölner Motorrad-Polizist jetzt nutzen, um anderen Menschen in der gleichen Situation zu helfen - und um aufzuklären. Wie er das macht, sehen Sie im Video!

Nationale Krebspräventionswoche : "Impfen gegen den Krebs"

Umso erstaunlicher sei die niedrige Impfquote bei den Jugendlichen, findet Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Weniger als 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und nur ein verschwindend geringer Anteil an Jungen seien gegen HPV geimpft, so Nettekoven. Das soll sich dringend ändern. Deshalb steht die Nationale Krebspräventionswoche vom 13.-17. September unter dem Motto "Impfen gegen den Krebs". Bei einer Impfquote von 80 Prozent seien die Krebsfälle durch HPV vermeidbar. (aha/ija)

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