Herzmuskelentzündung nach Covid-Impfung?

Österreich: Schulärztin warnt vor Impf-Nebenwirkungen bei Kindern - DAS sagt unser Experte

Kinder gegen Corona impfen lassen: Ja oder nein?
Kinder gegen Corona impfen lassen: Ja oder nein?
© Family Veldman

01. Juli 2021 - 9:47 Uhr

Herzprobleme nach der Corona-Impfung?

In Österreich können sich seit vergangener Woche auch Kinder und Jugendliche zur Corona-Impfung anmelden – entgegen der WHO-Empfehlung. Seit Freitag werden die ersten Pikse gesetzt. Laut "eXXpress" schlägt eine Schulärztin nun aber Alarm und warnt vor heftigen Nebenwirkungen. Einige Kinder seien nach der Impfung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

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Schüler mit schweren Impfreaktionen

Gegenüber "eXXpress" berichtet die Schulärztin aus Niederösterreich, dass bereits wenige Tage nach ihrer Corona-Impfung eine 15-jährige Schülerin mit Druck im Brustbereich zu ihr gekommen sei. Das Mädchen habe ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Auch ein 13-jähriger Junge hatte anscheinend schwere Impfreaktionen. Mit Atemnot und Schwäche sei auch er ins Krankenhaus gekommen. In einem Fall sei sogar eine Herzmuskelentzündung bereits bestätigt.

Aufklärung und Information seien wichtig

Die Schulärztin kritisiert die mangelnde Aufklärung vor der Impfung. So sei die Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen bei dem erkrankten Mädchen nur sehr kurz gewesen. Von möglichen Herzproblemen sei überhaupt nicht die Rede gewesen. Bei dem 13-jährigen Jungen wurde im Krankenhaus eine Skoliose diagnostiziert. Als die Mutter wissen wollte, ob diese mit der Impfung zusammenhängt, sei sie mit der lapidaren Aussage abgefertigt worden, das wisse man nicht, schließlich seien die Corona-Impfungen ja noch neu und unerprobt. Genau das sei das Problem, meint die Ärztin.

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Medizinexperte und Arzt Dr. Specht relativiert

Dr. Christoph Specht, Medizinkorrespondent
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© rtl.de

Auch RTL-Medizinexperte Dr. Christoph Specht ist der Meinung, dass man Kinder unter 12 Jahren auf gar keinen Fall impfen muss. Es sei denn, sie hätten eine medizinische Indikation wie Mukoviszidose oder haben das Downsyndrom. Ansonsten bestünde keine Notwendigkeit, kleinere Kinder zu impfen. Bei ihnen gäbe es keine schlimmen Verläufe und auch die Ansteckungsgefahr für Ältere sei zu vernachlässigen, da die ja bereits vor den Kindern schon geimpft wurden.

Die angeblichen Nebenwirkungen, von denen die österreichische Ärztin berichtet, überraschen Specht nicht. Schließlich würden, sobald vermehrt über Nebenwirkungen oder Reaktionen berichtet werde, auch gehäuft Verdachtsfälle gemeldet – einfach weil die Menschen dafür sensibilisiert seien. Ganz ausschließen will er aber nicht, dass es diese Nebenwirkungen geben kann, die Anzahl der Betroffenen halte er aber für verschwindend gering.

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