Unter den Opfer ist auch Motocross-WM-Fahrer René Hofer

3 junge Menschen sterben bei Lawinenabgang in Österreich

06. Dezember 2021 - 9:29 Uhr

Tote bei Lawinenunglück im Salzburger Lungau

In Österreich sind drei Skitourengänger von einer Lawine verschüttet und getötet worden. Das Unglück ereignete sich am Samstag auf der Lackenspitze bei Tweng im Salzburger Lungau, wie die Polizei berichtete. Unter den Toten war der 19 Jahre alte Motocross-WM-Fahrer René Hofer, wie sein Rennstall KTM am Sonntag mitteilte.

Rene Hofer
Rene Hofer starb im Alter von nur 19 Jahren.
© Imago Sportfotodienst

Gruppe wird auf 2.400 Metern von Lawine überrascht

Hofer und zwei weitere Opfer gehörten zu einer elfköpfigen österreichischen Gruppe. Die jungen Leute dürften beim Aufstieg auf etwa 2.400 Metern Höhe kurz unterhalb des Gipfels am Nord-Osthang eine Lawine ausgelöst haben, vermutet die Polizei. Den Angaben ging um etwa 13.45 Uhr ein Schneebrett mit 200 Metern Breite und 500 Metern Länge ab und riss acht Mitglieder der Gruppe mit. Sie alle seien laut Polizei unter 30 Jahren gewesen.

Die drei Verschütteten hätten teilweise viereinhalb Meter unter dem Schnee gelegen. Die anderen fünf seien nicht verschüttet, aber zwei von ihnen verletzt worden. In der Region galt am Samstag oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr.

ARCHIV - 03.01.2019, Österreich, Innsbruck: ILLUSTRATION - Ein Warnschild mit der Aufschrift "Stop- Lawinengefahr" ist im Raum Innsbruck zu sehen. (ILLUSTRATION zu dpa: "Drei Deutsche bei Lawinenabgang in Österreich getötet" vom 13.01.2019) Foto: Jak
Lawinengefahr in Österreich
© dpa, Jakob Gruber, hds lof axs

Opfer waren unter mehreren Metern Schnee begraben

Die Bergrettung sei mit 70 Helferinnen und Helfern sowie Suchhunden ausgerückt. Die Bergrettungshundestaffel trainierte zu dem Zeitpunkt in Obertauern. Mit Hubschraubern seien sieben Hundeteams und andere Einsatzkräfte zum Lawinenkegel geflogen.

Die Retter konnten zwei der Verschütteten mittels eines speziellen Geräts orten und bergen, wie sie berichteten. Einer sei bereits tot gewesen, der zweite sei reanimiert worden, aber später im Krankenhaus gestorben. Der dritte Verschüttete sei ohne Notfallausrüstung unterwegs gewesen und erst gegen 17.15 Uhr tot gefunden worden, berichtete die Bergrettung Salzburg.

Zwei der Todesopfer waren 19, eines 24 Jahre alt. Ein 22-Jähriger und ein 24-Jähriger wurden nach Angaben des Roten Kreuzes verletzt in das Krankenhaus Tamsweg gebracht.

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Auch in der Steiermark wurden am Samstag zwei österreichische Skitourengänger von einer Lawine mitgerissen. Ein 29-Jähriger sei am Sonntagskogel teilweise verschüttet worden, berichtete die dortige Polizei. Er sei geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden. Seine 27-jährige Begleiterin sei zwar von der Lawine erfasst worden, habe aber ihren Lawinenairbag auslösen können und sei deshalb nicht verschüttet worden. (dpa/bst)