Nach individueller Prüfung großzügig zu empfehlen

Nun doch: Stiko empfiehlt Schwangeren die Impfung

Die Stiko empfiehlt Schwangeren nun doch die Impfung. Schwangere könnten ein Schreiben beim Hausarzt oder im Impfzentrum vorzeigen.
Die Stiko empfiehlt Schwangeren nun doch die Impfung. Schwangere könnten ein Schreiben beim Hausarzt oder im Impfzentrum vorzeigen.
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18. Mai 2021 - 11:42 Uhr

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für Covid-19

Viele Mediziner sagen: Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für eine Covid-19-Erkrankung mit schwerem Verlauf. Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts hat Schwangeren bislang nicht zu einer Corona-Impfung geraten. Begründung: Die Datengrundlage sei zu dürftig. Aber immer mehr Länder impfen Schwangere mittlerweile. Laut Agenturmeldungen hat die Stiko Schwangere nun doch in Prio-Gruppe 2 eingeordnet - und empfiehlt ihnen damit die Impfung.

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Schwangere und ihre Kontaktpersonen fallen in Priorisierungsgruppe 2

Laut Nachrichtenagentur Reuters erweitert die Ständige Impfkommission Stiko nun doch ihre Impfempfehlung für Schwangere. "Es ist ein Signal an die Politik, aber auch an die betreuenden Frauenärzte, dass man Schwangeren eine Impfung nach individueller Prüfung großzügig empfehlen kann", sagte demnach Stiko-Mitglied Dr. Marianne Röbl-Mathieu, die die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vertritt, laut Vorabbericht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schwangere könnten ein entsprechendes Schreiben beim Hausarzt oder im Impfzentrum vorzeigen, wenn der Frauenarzt die Impfung nicht selbst vornehme, heißt es dort. Nach Ansicht von Röbl-Mathieu fallen Schwangere wie ihre Kontaktpersonen in Priorisierungsgruppe 2.

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Risiko für Frühgeburt durch Corona

Lange gingen Forscher davon aus, dass es für Schwangere kein erhöhtes Risiko für Komplikationen durch das Corona-Virus gibt. Eine Studie von Ende April besagt jedoch das Gegenteil. Infizierte Schwangere haben demnach ein über zwanzigmal höheres Sterberisiko als nicht-infizierte Schwangere.

2.130 Schwangere aus 18 Ländern wurden für die Studie der School of Medicine der Universität Washington und der University of Oxford zwischen April und August 2020 untersucht. Dabei wurde der Krankheitsverlauf von infizierten und nicht-infizierten Schwangeren verglichen.

Neben den gesundheitlichen Folgen für die Schwangeren zeigte sich eine um 60 bis 97 Prozent erhöhte Frühgeburtenrate. Wenn die infizierten Frauen Fieber und Atemnot entwickelten, erhöhte sich zudem das Risiko für Komplikationen um ein Fünffaches bei den Neugeborenen. Zu den Komplikationen zählen unter anderem eine unreife Lunge, Hirnschäden und Augenstörungen bei den Babys.

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