Laschet: "Viele Menschen stehen vor dem Nichts"

NRW-Kabinett beschließt 200 Millionen Euro Soforthilfen

22. Juli 2021 - 16:28 Uhr

Millionen für Betroffene

In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Das teilte die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mit. "Viele Menschen stehen vor dem Nichts", sagte Ministerpräsident Armin Laschet. Welche Maßnahmen helfen sollen, erklärt der NRW-Ministerpräsident im Video.

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Tiefe Wunden

Zu seinem Besuch in Bad Münstereifel mit Kanzlerin Merkel sagte Laschet: "Die Verwüstungen, die man dort erlebt, kann sich niemand von uns vorstellen", und erklärte weiter: "Dieses Unwetter hat unserer Heimat tiefe Wunden zugefügt." Gelöst werden müsse unter anderem die Strom- und Mobilfunkversorgung. "Es gibt darüber hinaus einen großen Bedarf an Fachpersonal. Unter anderem Geologen, Statiker, Handwerker", so Laschet.

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Müll wird zum Problem

Er stellte auch fest, dass Sperrmüll und andere Abfälle aus den Nordrhein-Westfälischen Hochwassergebieten auch in anderen Bundesländern entsorgt werden müssten. "Die Abfallbeseitigung vor Ort ist an ihre Grenzen gekommen. Es braucht hier überregionale Hilfen", sagte der NRW-Ministerpräsident am Donnerstag.

Um für eine Entspannung der Lage zu sorgen, werde die Abfallbeseitigung rechtlich erleichtert. "Es können Zwischenlager eingerichtet werden", so Laschet. Mit dem Bundesverband der Entsorgungswirtschaft und dem Verband kommunaler Unternehmen sei eine überregionale Entsorgung vereinbart worden. (dpa, xst)