Das taugt die neue Methode

Nie wieder Höhenangst dank VR-Brille?

06. Dezember 2021 - 17:46 Uhr

Schluss mit Ängsten dank Virtual Reality?

Der Puls steigt, die Hände fangen an zu zittern, der Schweiß bricht aus. Gründe für solche Angstzustände gibt es viele. Und wer sich fürchtet, soll sich seiner Angst stellen. Klingt logisch, ist aber oftmals gar nicht so einfach. Doch mit Hilfe von Virtual Reality Brillen soll man zum Beispiel seine Höhenangst überwinden können. Eine neue Methode, die im Klinikum Braunschweig angewendet wird. Ob das wirklich funktioniert? Unsere Reporterin macht den Test im Video.

Auch Angst vor Spinnen soll so behandelt werden

Etwa fünf Prozent der Deutschen leiden unter einer Spinnenphobie. Auch ihnen soll die neue Therapie helfen. Denn mit der VR-Brille können Sie auf ein virtuelles Date mit den Krabbeltieren gehen: Der Patient sitzt dafür an einem Tisch und legt die Hände auf die Tischplatte. Dann kommen die achtbeinigen Tierchen immer näher – nur virtuell, aber es wirkt realistisch. In der Situation heißt es ruhig und tapfer bleiben. Die Hände sollen nicht bewegt werden, auch, wenn die Tierchen auf sie klettern. "Wenn man sich mit der Situation näher beschäftigt, dann geht nicht nur das emotionale Angstlevel weg, sondern auch die Bewertungen können sich verändern", sagt die Fachärztin für Psychosomathik Dr. Isabelle Lang- Rollin.

Angst vor Spinnen ist evolutionsbedingt

Sich seiner Angst immer wieder zu stellen, sei der Schlüssel, um sie zu besiegen. Eine Angst vor Spinnen ist übrigens evolutionsbedingt, erklärt die Ärztin: "Wenn man instinktiv Angst vor giftigen Spinnen hat, dann ist das auch ein Schutzfaktor". Außerdem hilft es, sich über die Tiere zu informieren. (jwi/cgo)