So unterscheiden sich gutartige von bösartigen Geschwülsten

Nicht jeder Tumor ist Krebs! Was Sie wissen sollten

Knoten in der Brust entdeckt? Nicht immer handelt es sich um einen bösartigen Tumor.
Knoten in der Brust entdeckt? Nicht immer handelt es sich um einen bösartigen Tumor.
© iStockphoto, Drazen Zigic

15. Oktober 2021 - 17:42 Uhr

Ex-GZSZ-Star Isabell Horn hat gutartigen Tumor in der Brust

Wer das Wort Tumor hört, bei dem schrillen meist direkt die inneren Alarmglocken. Denn oft wird der Begriff in Zusammenhang mit einer ernsten oder gar tödlichen Krebserkrankung gesetzt. Dass das jedoch nicht immer so sein muss, hat Ex-GZSZ-Star Isabell Horn am eigenen Leibe erfahren. In einem Instagram-Post berichtet die 37-Jährige, dass sie nach monatelangem Aufschieben "schweißgebadet und kreidebleich" in der Praxis eines Brustzentrums stand, nachdem sie einen Knoten in ihrer Brust entdeckt hatte. Ihre Angst vor einer schlimmen Diagnose war riesig. Jetzt hat sie ein erstes Ergebnis: Ein gutartiger Tumor wurde gefunden. Für die Schauspielerin eine große Erleichterung.

Doch wann spricht man eigentlich von einem "gutartigen" Tumor und wie unterscheidet sich ein solcher von einem "bösartigen"? Wir klären auf.

Gutartiger oder bösartiger Tumor? Das sind die Unterschiede

Das Wort Tumor bedeutet wörtlich übersetzt Schwellung, ohne dass damit jedoch die Art der Schwellung benannt wird. Mit dem Begriff Tumor können also ganz allgemein Geschwülste, Ödeme, Polypen oder Zysten gemeint sein. Einige Tumorarten werden dabei als gutartig, andere als bösartig bezeichnet.

Gutartige (benigne) Tumoren wachsen langsam und bleiben deshalb oft lange Zeit unentdeckt. Sie werden meist nur dann gefunden, wenn sie auf das angrenzende Gewebe drücken und zur Beeinträchtigung der Organfunktionen führen – wie zum Beispiel bei gutartigen Hirntumoren. Auch Knoten in der Brust stellen sich oft als gutartige Geschwülste heraus. Besonders häufig handelt es sich dann, wie auch in Isabell Horns Fall, um ein Fibroadenom: eine gutartige Geschwulst aus Binde- und Drüsengewebe. Zumeist harmlos sind auch die flüssigkeitsgefüllten Zysten, die unter anderem im Bereich der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sowie in der Brust auftreten können.

Bösartige (maligne) Tumoren wachsen hingegen in benachbartes Gewebe ein und beeinträchtigen oder zerstören es dabei. Zudem können sie Tochtertumore bilden, die in andere Organe wandern und dort Metastasen bilden. Ein bösartiger Tumor benötigt ab einer Größe von etwa einem Millimeter eine eigene Blutzufuhr. Die Tumorzellen bilden deshalb neue Blutgefäße, die den Tumor durchziehen und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Durch die dünnen Wände der neuen Blutgefäße können Tumorzellen in den Blutkreislauf gelangen und sich in anderen Organen ansiedeln.

Im Folgenden haben wir Ihnen einige der häufigsten Arten von gutartigen sowie bösartigen Tumoren aufgelistet.

Gutartige Tumorarten

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Bösartige Tumorarten

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Frau bei der Mammografie
Krebs-Vorsorgeuntersuchungen können helfen, schwere Verläufe zu verhindern.
© iStockphoto, gorodenkoff

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(dhe)