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Nahverkehr wird in vielen Regionen teurer!

Wegen steigenden Energiepreisen

Nahverkehr wird in vielen Regionen teurer!

Nahverkehr
2021 waren Fahrkarten durchschnittlich rund 1,5 Prozent teurer geworden.
deutsche presse agentur

Tarif werden teilweise über 5 Prozent teurer

Im neuen Jahr wird vieles teurer: Für Busse und Bahnen im Nahverkehr müssen Fahrgäste zum Jahreswechsel in vielen Regionen draufzahlen – teilweise steigt der durchschnittliche Tarif um über 5 Prozent. Die Verkehrsbünde begründen das mit höheren Kosten.

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Höhere Kosten für Personal und Energie

Neben den Kosten für das Personal spielen auch die höheren Energiepreise eine Rolle. Für den Antrieb von Bussen und Bahnen braucht es fast immer Strom oder Diesel. Viele Betriebe betonen aber, dass sie die gestiegenen Kosten nur teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Je nach Verkehrsbund steigt der durchschnittliche Tarif um bis zu 5,5 Prozent – in anderen Regionen ändern sich die Preise dagegen vorerst nicht.

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Höchster Anstieg im Großraum Nürnberg

Im abgelaufenen Jahr waren Fahrkarten nach Berechnungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) durchschnittlich rund 1,5 Prozent teurer geworden. Ein Einzelticket im Stadtverkehr kostete im bundesweiten Durchschnitt 2,74 Euro, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg gab es jedoch seit drei Jahren keine Tariferhöhung, dort steigen die Tarife deshalb nun um durchschnittlich 5,5 Prozent. Die Stadt Nürnberg selbst ist davon ausgenommen.
  • In München und Umgebung wurde es schon Mitte Dezember deutlich teurer: plus 3,7 Prozent.
  • Erhöhungen deutlich unter der Inflationsrate gibt es in Stuttgart und Umgebung (2,5 Prozent),
  • im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (1,7 Prozent)
  • in den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg und Rhein-Main (je 1,5 Prozent).
  • In Hamburg und Umgebung beträgt der Aufschlag 1,3 Prozent.

In Bremen und Berlin ändert sich nichts

Für Fahrgäste in Bremen und seinem niedersächsischen Umland sowie in Berlin und Brandenburg ändert sich nichts. Dort wollen die Verkehrsverbünde nach dem Fahrgastrückgang in der Corona-Pandemie die Kundinnen und Kunden mit stabilen Preisen zurück in Busse und Bahnen holen.

Für einen leistungsstarken und wirtschaftlich gesunden ÖPNV spielten Fahrgeldeinnahmen eine entscheidende Rolle, hatte der VDV deutlich gemacht. Wie sich die Ticketpreise vor Ort entwickeln, entschieden die Verantwortlichen mit den Kommunen je nach wirtschaftlicher Situation. (dpa,xst)

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