Arzt der Uniklinik bestätigt

Nach Anti-Corona-Demo in Leipzig: Führender "Querdenker" mit Covid-19 auf Intensivstation

15. Dezember 2020 - 8:37 Uhr

Corona-Leugner infiziert sich mit Corona

Ein bekannter Vertreter der sogenannten "Querdenken"-Bewegung wird wegen einer schwer verlaufenden Corona-Infektion auf der Intensivstation der Uniklinik Leipzig behandelt. Das bestätigte der leitende Notarzt Prof. Dr. Christoph Josten bei einer Pressekonferenz. Der Mann wurde laut dem Arzt nur acht Tage nachdem er in Leipzig gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert hatte, mit starken Corona-Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert und musste dort intubiert werden. Jostens Statement zeigen wir im Video.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

 Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, Leipzig, 21.11.2020 Blick von oben auf die Demonstranten vor einer Polizeikette bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Leipzig 21.11.2020. Zu sehen sind u.a. ein Regen
Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, Leipzig, 21.11.2020 Blick von oben auf die Demonstra
© imago images/opokupix, opokupix via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Leitender Notarzt: Krankenhäuser sind kurz vor dem Kollaps

"Insofern nimmt das Covid keine Rücksicht auf die Menschen, egal wer sie sind", erklärte der Arzt. Über den genauen Gesundheitszustand des Patienten äußerte er sich nicht weiter. Josten rief aber dazu auf, sich an die Abstandsregeln zu halten und Kontakte zu reduzieren, um sich und andere zu schützen. Seine Klinik sei an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. Wenn es so weitergehe wie jetzt, müssten die Krankenhäuser an Weihnachten die weiße Fahne hissen.

Auch die Leipziger Volkszeitung berichtete, dass sich einer der Mitorganisatoren der "Querdenken"-Demo in der sächsischen Stadt mit Corona infiziert habe und anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Seit Anfang Dezember melde sich der Corona-Leugner in Sozialen Netzwerken nicht mehr zu Wort. Auch in einer Telegram-Gruppe würde kursieren, dass der selbsternannte Querdenker wegen Corona auf der Intensivstation behandelt würde.