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Nach Amok-Alarm in Bremerhaven: Sicherheits-Experte verfolgt Attentäter und tritt Waffen weg

Vor Verhaftung: Schul-Schütze von Bremerhaven schießt in Innenstadt-Straße um sich

Sicherheits-Experte verfolgt den Attentäter und tritt seine Waffen weg

Held von Bremerhaven trat Waffen des mutmaßlichen Schützen Nach Schüssen an Schule
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Nach Schüssen an Schule
Held von Bremerhaven trat Waffen des mutmaßlichen Schützen

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Jörg Dämmig verfolgte den Attentäter von Bremerhaven und trat seine Waffe weg, damit er nicht mehr Unheil anrichten konnte. "Hier wurde ein mutmaßlicher Amokläufer festgenommen, der hier auf der Straße entlanglief und um sich schoss", schildert er hanseatisch trocken das Geschehen. Er sei dem Täter auf der anderen Straßenseite gefolgt und habe eingegriffen, als der sich vor einem Café auf ein Podest hockte.

Sicherheits-Experte handelte intuitiv: "Was ist Angst?"

Jörg Dämmig
Jörg Dämmig hielt den Attentäter auf.

"Ich bin dann über die Straße gegangen, habe ihn angesprochen, dass er sich bitte hinlegen möge", so Jörg Dämmig. Anschließend habe er die Waffen – eine Armbrust und eine Pistole –, die der Täter vorher abgelegt hatte, mit dem Fuß auf die Seite geschoben. "Dann kam auch schon die Polizei."

Angst habe er nicht gehabt, er habe "intuitiv" gehandelt, sagt Dämmig. Dann schmunzelt er und fragt den Reporter ironisch. "Was ist Angst?" Er arbeite seit über 30 Jahren im Sicherheitsbereich und sei es "gewohnt, außergewöhnliche Situationen zu erleben."

Von den Vorfällen am Llooyd-Gymnasium habe er zuvor nichts mitbekommen, sagt er weiter. Er habe lediglich bemerkt, dass der Mann um sich schoss "und das muss man unterbinden." Nach der Verhaftung des Mannes sei er zurück in sein Büro und habe weitergearbeitet. (uvo)