„Ich will so nicht leben!“

Seit 7 Jahren Babybauch - ohne Baby: Woran leidet Samela (45)?

26. Januar 2021 - 9:48 Uhr

Ärzte ratlos über mysteriöse Schwellung

Wenn Samela Bjelak in der Öffentlichkeit unterwegs ist, wird sie von allen als etwas wahrgenommen, das sie gar nicht ist: schwanger. Seit sieben Jahren leidet die 45-Jährige unter einer mysteriösen Schwellung ihres Bauches, für die bisher kein Arzt eine Ursache finden konnte. Für Samela ein nicht enden wollendes Trauma. Denn damals war sie tatsächlich schwanger, verlor ihr ungeborenes Kind aber im sechsten Monat. Alles, was ihr seitdem blieb, ist der riesige, runde Bauch. Was Samelas letzte Hoffnung ist und ob sie je wieder den Körper zurückbekommt, in dem sie sich wohlfühlen kann, sehen Sie im Video.

Diäten und Untersuchungen blieben erfolglos

"Ich werde oft angesprochen und gefragt, in welchem Monat ich wäre. Diese Blicke, die mich daran erinnern, dass ich nicht so wie andere Frauen aussehe, sind so erwartungsvoll. Und die Erwartungen kann ich nicht erfüllen", erklärt Samela traurig. Seit sieben Jahren tut sie mit unzähligen Diäten, hartnäckiger Recherche und Arztbesuchen alles, um ihren geschwollenen Bauch loszuwerden – ohne Erfolg.

Samela fühlt sich in ihrem Körper einfach nicht wohl: "Das ist keine Lebensqualität. Es ist nicht nur das Aussehen, es sind auch Schmerzen dazugekommen." Das Schlimmste an ihrem Bauch ist aber die die Erinnerung an all das, was hätte sein können. Mit 37 wird zum zweiten Mal schwanger, erwartet einen Jungen. Alles läuft problemlos, das Baby ist gesund. Bei einer Routine-Untersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat schließlich die Schocknachricht: Das Herz des Kleinen hat aufgehört zu schlagen.

Bauch weckt jeden Tag schmerzvolle Erinnerungen

"Es tut bis heute noch weh. Dass mein Kind still zur Welt gekommen ist, ist das Schlimmste, das ich je erlebt habe in meinem Leben." Selbst an Tagen, an denen es ihr besser geht, erinnert sie ihr großer Bauch an den Verlust. Ein normaler Alltag wie damals vor der Schwangerschaft ist kaum möglich, auch wenn Samela versucht hat, sich mit ihrem Körper abzufinden.

Schon beim Shopping mit ihrer Tochter Nina wird das Problem offensichtlich. "Ich wünsche mir für meine Mama an erster Stelle, dass sie glücklich ist. Dass sie, wenn sie rausgeht, nicht drei Stunden vor dem Spiegel stehen muss, um zu überlegen, was sie anzieht, sondern einfach wieder zufrieden ist", erklärt die 23-Jährige.

Chirurg ist Samelas letzte Hoffnung

Kann dieser Wunsch am Ende doch noch in Erfüllung gehen? Samela unternimmt einen letzten Versuch in der Moser Klinik in Augsburg. Hier trifft sie Dr. Thomas Scholz, der sich sicher ist, die 45-Jährige von ihrer Last befreien zu können. "So viele Ärzte und Kliniken konnten mir nicht helfen, und jetzt findet sich doch jemand, der mir sagt: 'Ich helfe dir!' Irgendwie kann ich es immer noch nicht begreifen, obwohl die Freude sehr groß ist. Das ist auch meine letzte Hoffnung!", so Samela aufgeregt.

Welche Diagnose der Chirurg letztendlich stellt und ob Samela tatsächlich mit dem schmerzvollen Verlust ihres Kindes abschließen kann, sehen Sie oben im Video.