Wirbel um Gesundheitszustand des Präsidenten Wie geht es Trump wirklich? Fleck am Hals heizt Spekulationen an

von Ulrich Reitz und Johanna Grewer

Ist er wirklich fit?
Auf Fotos wirkt er müde und angeschlagen, dann taucht auch noch ein auffälliger Fleck an seinem Hals auf. Der Gesundheitszustand des US-Präsidenten sorgt mal wieder für Diskussionen. Geht es dem 79-Jährigen wirklich so gut, wie er behauptet?

Fleck an Trumps Hals wirft Fragen auf

Seit Samstag greifen die USA und Israel Ziele im Iran an. Alle Augen sind darum auf Donald Trump gerichtet. Doch als er im Weißen Haus vor die Mikrofone tritt, fällt vor allem eins auf: ein großer roter Fleck an seinem Hals. Was der Grund für die Rötung sein könnte, ist unklar.

Präsident Donald Trump bei der Verleihung der Ehrenmedaille im Weißen Haus in Washington
US-Präsident Donald Trump hat einen auffälligen Fleck am Hals.
JL, action press, ActionPress

In einer offiziellen Stellungnahme heißt es nur: „Präsident Trump verwendet auf der rechten Halsseite eine gängige Creme zur Vorbeugung von Hautirritationen. Sie wurde ihm vom Arzt des Weißen Hauses verschrieben“. Der Präsident wende die Creme seit einer Woche an, die Rötung werde voraussichtlich mehrere Wochen anhalten, zitierte das Weiße Haus Trumps Leibarzt Sean Barbabella.

Trump hat immer wieder Blutergüsse an den Händen

Auch beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos im Januar fällt RTL auf, dass Trump älter wirkt, als man ihn aus dem Fernsehen kennt. Als er die Bühne betritt, stellt er sich an diesem Tag zunächst bewusst an die Seite und genießt den Applaus – ein Moment der Inszenierung, ganz Trump. Das TV-Bild mit Licht und Perspektive verleiht ihm allerdings mehr Dynamik, als man live wahrnimmt. Vor Ort erscheint er kontrollierter und weniger energiegeladen. Körperlich machte er keinen schwachen Eindruck, aber die Bewegungen wirkten etwas schwerfälliger als in früheren Jahren.

Zu sehen beim Händedruck mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee: ein Bluterguss auf Trumps rechter Hand.
Zu sehen beim Händedruck mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee: ein Bluterguss auf Trumps rechter Hand.
Alex Brandon/AP/dpa

In Davos wird der US-Präsident auch mit einem Bluterguss an der Hand fotografiert. Darauf angesprochen, sagt er auf dem Rückflug in die USA vor Journalisten, er habe seine Hand an einem Tisch gestoßen. Der 79-Jährige schiebt den Bluterguss damals auf die Einnahme von Aspirin: „Ich würde sagen, nehmen Sie Aspirin, wenn Ihnen Ihr Herz lieb ist, aber nehmen Sie kein Aspirin, wenn Sie keine kleinen Blutergüsse haben wollen.“

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Donald Trump wird im Juni 80 Jahre alt

In einem Interview mit dem Wall Street Journal räumt der US-Präsident zuletzt ein, seit Jahren täglich eine höhere Dosis Aspirin einzunehmen, als ihm von Ärzten empfohlen werde. „Sie sagen, Aspirin ist gut zur Verdünnung des Blutes, und ich will nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fließt“, meint der 79-Jährige. Bei anderen Gelegenheiten erklärt das Weiße Haus, dass häufiges Händeschütteln der Grund für die Verfärbungen an den Händen des Präsidenten sei.

Streaming Tipp

Trump wird im Juni 80 Jahre alt. Er ist damit der älteste gewählte US-Präsident aller Zeiten. Auf Videos von öffentlichen Terminen sieht man Trump immer wieder mit geschlossenen Augen. Dass er bei öffentlichen Terminen einschlafe, weist der Präsident aber zurück. Er spricht von Momenten der Entspannung oder Langeweile.

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US-Bürger meinen, dass Trump unberechenbarer wird

Am 24. Februar veröffentlichen die Nachrichtenagentur Reuters und das Meinungsforschungsinstitut Ipsos eine Umfrage zu seinem Gesundheitszustand. 61 Prozent aller befragten US-Amerikaner glauben, dass Trump im Alter immer unberechenbarer wird. Nur 45 Prozent meinen, dass der Präsident „geistig scharf“ ist und mit Herausforderungen zurechtkommt, heißt es darin. 79 Prozent finden sogar, dass die gewählten Volksvertreter in Washington generell zu alt seien. (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Reuters, dpa