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Lüdenscheid (NRW) - Mann (40) auf Kirmes erschossen: Veranstalter reagiert

Schreckenstat in Lüdenscheid

Mann (40) auf Kirmes erschossen: Veranstalter reagiert mit emotionalen Worten

22.05.2022, Nordrhein-Westfalen, Lüdenscheid: Polizeibeamte gehen über das Kirmesgelände Hohen Steinert. Im Rahmen der Kirmes in Lüdenscheid im Nordwesten des Sauerlandes ist ein 40-Jähriger durch einen Schuss getötet worden. Der Mann sei am Samstaga
Mann auf Kirmes am Samstag (21. Mai 2022) in Lüdenscheid erschossen. Jetzt äußert sich der Veranstalter.
kno, dpa, Markus Klümper

Es ist eine schreckliche Tat, die viele Menschen erschüttert: Am Samstag wurde auf der Kirmes in Lüdenscheid ein Mann (40) erschossen. Zuvor war es dort zu einem Streit zwischen einem 16-Jährigen und einer sechsköpfigen Gruppe gekommen. Als der Jugendliche und sein Vater die Gruppe hatten zur Rede stellen wollen, war sie geflohen. Am Montag (23. Mai 2022) hat sich auch der Veranstalter der „Steinert Kirmes“ mit emotionalen Worten zur Schreckenstat geäußert.

Lese-Tipp: Mann (40) auf Kirmes erschossen - Polizei setzt auf Videomaterial

Lüdenscheid: Veranstalter äußert sich zu Schreckenstat – „größte Anteilnahme mit Angehörigen“

In einem langen Statement erklärt sich der Veranstalter auf Facebook tiefst betroffen und gibt einen Ausblick, wie die Kirmes-Feierlichkeiten nun weiter fortgesetzt werden sollen.

„Wir als Veranstalter bedauern diesen Vorfall zutiefst und bekunden allen Beteiligten und vor allem den Angehörigen des Verstorbenen größte Anteilnahme“, so der Initiator emotional. Man habe lediglich aus den Medien und nicht von öffentlichen Institutionen vom schrecklichen Vorfall erfahren, was „den Umgang mit der Situation in allen Bereichen zusätzlich erschwert hat“, so die Organisatoren.

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Lüdenscheid Kirmes: Veranstalter will Sicherheitspersonal aufstocken

Ihnen sei es ein Anliegen, derartige gewaltsame Vorfälle jeglicher Art zu unterbinden. Deshalb hätte man bereits strenge Sicherheitskonzepte erarbeitet, um solche Fälle nach Möglichkeit schon im Vorfeld zu vermeiden.

„Um allen Kirmesbesuchern weiterhin einen möglichst unbeschwerten Kirmesbesuch zu erlauben, haben wir als Veranstalter das Sicherheitspersonal nachträglich aufgestockt, sodass solche Auseinandersetzungen noch besser und schneller erkannt und frühzeitig unterbunden werden können. Gewalttaten haben auf einer Kirmes, einem Fest, das Ablenkung, Freude und Spaß vermitteln soll, überhaupt nichts verloren“, erklärt der Kirmes-Initiator.

Die „Steinert Kirmes“ sei bekannt als Veranstaltung für die ganze Familie und werde alles daransetzen, dass dies auch so bleibt: Gewaltsame Auseinandersetzungen seien nicht zu dulden.

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Schüsse auf Kirmes in Lüdenscheid - 40-jähriger stirbt Tödlicher Streit

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Lüdenscheid: Veranstalter will Kirmes fortsetzen – „friedlich zu Ende bringen“

„In Gedanken an diesen tragischen Vorfall zum Kirmesstart und mit der Erweiterung unseres Sicherheitskonzeptes sind wir davon überzeugt auch die Steinert Kirmes 2022, wie in den vergangenen Jahren, friedlich zu Ende bringen zu können um allen Besuchern nach zweijähriger Pause ein paar schöne, unbeschwerte Stunden auf der Kirmes zu bescheren“, so die Veranstalter abschließend zur Fortsetzung der Kirmes.

Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten am Montag an, es liege Videomaterial vor, auf dem die beteiligten Personen zu sehen seien. Dies wollten die Behörden veröffentlichen. Die Mordkommission habe bereits mehrere Zeugen vernommen. Aktuell gebe es aber noch keine konkreten Verdächtigen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. (mjä)