Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus vom 11. April 2020 - alle Infos und Entwicklungen

12. April 2020 - 8:23 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
Deutschland 122.878 2.736
USA 519.453 20.071
Italien 152.271 19.468
Spanien 161.852 16.353
Frankreich 130.727 13.832
Großbritannien 79.865 9.875
weltweit 1.760.968 107.775

21:39 Uhr - Papst feiert einsame Messe im Petersdom

Pope Francis leads the Easter vigil Mass in St. Peter's Basilica with no public participation due to the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) at the Vatican, April 11, 2020. REUTERS/Remo Casilli/Pool
Papst Franziskus bei der Abendmesse im fast menschenleeren Petersdom.
© REUTERS, REMO CASILLI, ELO

Papst Franziskus hat das Osterfest mit einer Abendmesse eröffnet, die wegen der Corona-Pandemie ohne Pilger stattfand. Bei dem Gottesdienst im riesigen Petersdom, der Zehntausende Besucher fasst, waren nur wenige Würdenträger und Gläubige dabei. Teile der Messe wurden in verkürzter Form begangen. Auch diesmal war wie an den Vortagen ein historisches Pestkreuz aufgebaut - dieses soll während der Pest 1522 durch die Straßen von Rom getragen worden sein.

21:09 Uhr - Copacabana Palace schließt zum ersten Mal in 100 Jahren

09.04.2020, Brasilien, Rio De Janeiro: Das berühmte Hotel «Copacabana Palace». Wegen der Covid-19-Pandemie hat das Hotel - eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels Brasilien, zum ersten Mal in den fast 100 Jahren seines Bestehens geschlossen. Am Osterwoc
Das berühmte Hotel "Copacabana Palace" in Rio de Janeiro.
© dpa, Silvia Izquierdo, SI kde

Das berühmte Hotel "Copacabana Palace" in Rio de Janeiro hat wegen der Covid-19-Pandemie zum ersten Mal in den fast 100 Jahren seines Bestehens geschlossen. Am Osterwochenende waren zwei Meter hohe Gitter rund um das 1923 eröffnete Art Déco-Gebäude zu sehen, das sich an der berühmten Copacabana erhebt. Es ist eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels Brasiliens und soll nach Medienberichten Ende Mai wieder öffnen. 

Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, hatte eine Reihe von Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis hin zur Sperrung der Strände verfügt. Dutzende andere Hotels am Zuckerhut haben deswegen schon vorübergehend den Betrieb eingestellt. 

20:19 Uhr: Erneut weniger Menschen auf Intensivstation in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, den dritten Tag in Folge rückläufig. Derzeit befänden sich 6.883 Menschen auf der Intensivstation, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon.

Das sind 121 Menschen weniger als am Vortag. Auch die Zahl der Menschen, die innerhalb von 24 Stunden in Folge von Covid-19 gestorben sind, ist zurückgegangen. 

19:49 Uhr - Queen: "Das Coronavirus wird uns nicht bezwingen"

Die britische Königin Elizabeth II. hat sich erstmals mit einer Osterbotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. "Ostern ist nicht abgesagt, tatsächlich brauchen wir Ostern so sehr wie eh und je", sagte die Monarchin in einer Audiobotschaft, die auf dem Twitter-Account der Königsfamilie veröffentlicht wurde. 

Die Geschichte über die Auferstehung Christi vom Tod könne nun Hoffnung geben, so die beinahe 94-Jährige. "Wir wissen, dass uns das Coronavirus nicht bezwingen wird. So düster der Tod sein kann - vor allem für Trauernde - Licht und Leben sind größer." Sie wünsche allen, gleich welchen Glaubens und welcher Konfession ein gesegnetes Ostern.

19:09 Uhr - Kuba setzt öffentliche Verkehrsmittel aus

04.04.2020, Kuba, Havanna: Ein Polizist kontrolliert den Verkehr. Kuba hat einen bei Touristen beliebten Teil der Innenstadt Havannas wegen der Corona-Pandemie abgeriegelt. Damit solle die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus angehalten werden. Fot
Ein Polizist kontrolliert den Verkehr in der der Innenstadt Havannas, die wegen der Corona-Pandemie abgeriegelt ist
© dpa, Guillermo Nova, kno

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die kubanische Regierung öffentliche Verkehrsmittel eingestellt und große Einkaufszentren geschlossen. Nur für "Arbeitnehmer, die lebenswichtige Dienstleistungen anbieten", - wie medizinisches Personal und Frachttransporte - sollen Ausnahmen gelten.

Die Versorgung mit grundlegenden Produkten ist auf der Karibikinsel wegen des Embargos der Vereinigten Staaten bereits vor der Coronavirus-Pandemie eingeschränkt gewesen. Der Ausbruch der Krise hat nach lokalen Medienberichten zu noch längeren Schlangen vor Lebensmittelgeschäften geführt.

Den jüngsten Maßnahmen zufolge dürfen Bars und Restaurants kein Essen und keine alkoholischen Getränke zum Verzehr vor Ort mehr ausgeben und müssen um 20 Uhr schließen.

18:45 Uhr - USA beklagen weltweit meiste Tote in Corona-Krise

Die USA haben inzwischen in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen - und somit Italien überholt. Das geht aus Zahlen der amerikanischen Universität Johns Hopkins vom Samstag hervor. In den Vereinigten Staaten wurden demnach bis Samstagmittag (Ortszeit) 18.860 Todesfälle in Folge der Pandemie verzeichnet.

In Italien waren es 18.849. Das südeuropäische Land hatte bislang bei der Gesamtzahl der Toten international an erster Stelle gelegen. In den USA gibt es auch deutlich mehr bestätigte Infektionen mit dem Virus als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsgröße, Testquote und einer hohen Dunkelziffer aber nur begrenzt vergleichen.

16:19 Uhr - Mehr als 10.000 Infizierte in Schweden

04.04.2020, Schweden, Stockholm: Menschen sitzen vor einem Restaurant am Bürgerplatz. Die Schweden gehen bisher mit freizügigeren Maßnahmen als andere europäische Länder gegen die Corona-Pandemie vor, verfolgen aber ebenso das Ziel, die Ausbreitung d
Menschen sitzen vor einem Restaurant am Bürgerplatz. Die Schweden gehen bisher mit freizügigeren Maßnahmen als andere europäische Länder gegen die Corona-Pandemie vor.
© dpa, Andres Kudacki, AK esz nwi

In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind in dem skandinavischen EU-Land laut der schwedischen Gesundheitsbehörde bislang gestorben, mehr als 500 allein in der Region rund um die Hauptstadt Stockholm.

Damit hat Schweden in Skandinavien bisher die meisten Infektions- und Todesfälle zu verzeichnen. Im Gegensatz zu den Nachbarländern verfolgt die schwedische Regierung eine weitaus freizügigere Strategie im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2: Die Schweden dürfen weiter in Restaurants und Cafés gehen, auch Schulen und Kindergärten sind nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt.

15:22 Uhr - Ägyptens Polizei setzt Beerdigung von Coronaopfer mit Tränengas durch

Mit Tränengas haben Sicherheitskräfte im Norden Ägyptens die Beerdigung eines Coronaopfers durchgesetzt. Um die Bestattung des Leichnams einer 64 Jahre alten Ärztin war zuvor ein heftiger Konflikt zwischen zwei nahe gelegenen Dörfern in der Provinz Dakahlija im Nildelta ausgebrochen, wie ägyptische Medien meldeten. Einwohner beider Orte hätten aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus die Beerdigung der Verstorbenen blockiert. Nach Angaben der Nachrichtenseite Akhbar el-Yom setzten Sicherheitskräfte schließlich Tränengas ein, um die Bestattung durchzusetzen. Ägyptische Medien hatten in den vergangenen Tagen mehrfach über Proteste gegen die Beerdigungen von Coronaopfern berichtet. 

14:30 Uhr - Keine Unterkunft wegen Corona - Mann sperrt sich in Kofferraum ein

Weil er wegen der Corona-Krise keine Übernachtungsmöglichkeit in Erfurt gefunden habe, hat sich ein Mann im Kofferraum seines Autos schlafen gelegt. Dabei sperrte er sich versehentlich dort ein und wurde erst Stunden später befreit, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der 18-Jährige habe auf dem Weg von Würzburg nach Rostock mit dem Sportwagen der Reihe Mercedes-Benz SLK in Erfurt gestoppt. Hotels dürfen laut Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Thüringen aktuell nicht für Touristen geöffnet werden.

Als er sich schließlich in seinen Kofferraum legte, sei die Klappe zugefallen und nicht mehr von innen zu öffnen gewesen. Vier Stunden habe der Mann in der misslichen Lage verbracht - "vielleicht schlief er auch ein bisschen", hieß es in der Polizeimitteilung. Am frühen Samstagmorgen sei schließlich eine Fußgängerin auf seine Hilferufe aufmerksam geworden und habe die Polizei verständigt, die den Mann aus dem Kofferraum befreite. Konsequenzen habe die Aktion für den jungen Autofahrer nicht, sagte ein Polizeisprecher.

14:17 Uhr - Autobauer bringen Kaufprämie für Zeit nach Corona-Krise ins Gespräch

Die Hersteller Volkswagen und BMW schlagen Anreize für den Autokauf vor, um die Corona-Krise zu überwinden. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse sagte: "Wir sehen in einer Innovationsprämie eine doppelte Chance: Sie kann als Konjunkturmaßnahme die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig den Umstieg der Kunden auf klimaschonende Technologien beschleunigen". So könne man wirtschaftliche Erholung mit wirksamem Klimaschutz kombinieren, "anstatt beides gegeneinander auszuspielen".

Der Volkswagen-Manager Stefan Sommer hält es nicht für ausreichend, für einen Neustart des Autogeschäfts in Deutschland und Europa allein die Autohäuser und die Zulassungsstellen wieder zu öffnen. "Es braucht Investitionen in die Industrie, und es braucht Investitionen in das Konsumverhalten", sagte das Konzernvorstandsmitglied der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das werde sogar noch dringender notwendig sein als nach der internationalen Finanzkrise 2009. Damals zahlte der deutsche Staat eine Abwrackprämie beim Kauf eines Neuwagens.

13:45 Uhr - Viele Ausflügler in Niedersachsen verstoßen gegen Corona-Regeln

Am sonnigen Karfreitag haben viele Menschen in Niedersachsen und Bremen auf ihren Ausflügen gegen das Kontaktverbot verstoßen. Allein in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim erstattete die Polizei nach Mitteilung vom Samstag 80 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsverbot und die Kontaktbeschränkungen. Anders als befürchtet habe sich die Autotuner-Szene nicht zu einem "Car-Freitag" blicken lassen, sagte ein Polizeisprecher. Aber auf den Wander- und Radfahrrouten der Ausflugsregion Emsland sei es "supervoll" gewesen. Auch aus dem Kreis Cloppenburg wurden 36 Anzeigen gemeldet. 

12:30 Uhr - Kretschmann: Die meisten werden nach Corona-Krise erstmal ärmer sein

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet für die Zeit nach der Corona-Krise harte Verteilungskämpfe. "Machen wir uns nichts vor: Das wird eine harte Debatte geben, wer die Kosten für die Rettungspakte trägt", sagte der Grünen-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Letztlich werde die gesamte Bevölkerung dafür bezahlen: "Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein".  Baden-Württemberg zum Beispiel spanne für fünf Milliarden Euro einen Schutzschirm, der Betrag sei binnen zehn Jahren zu tilgen. "Das heißt: Eine halbe Milliarde im Jahr muss im Haushalt anderswo eingespart werden. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel".

11:05 Uhr - Ansteckungen von Reisenden machen China weiter zu schaffen

China macht bei der Abwehr einer zweiten Coronavirus-Welle erneut vor allem eine Infektion von
Einreisenden zu schaffen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei am Freitag um 46 gestiegen, nach einem Zuwachs von 42 am Tag zuvor, teilten die Behörden am Samstag mit. Bei
allein 42 der neuen Fälle handele es sich um Personen, die aus dem Ausland eingereist seien. Vor allem Heimkehrer aus Russland seien betroffen. Die Provinz Hubei, in der das neuartige Virus
Ende 2019 ausgebrochen war, meldete dagegen den siebten Tag in Folge keine neuen Fälle. Insgesamt sind demnach in China 81.953 Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle sei um drei auf 3.339 gestiegen.

10:50 Uhr - BfArM-Chef: Zulassung von Covid-19-Medikamenten wohl in diesem Jahr

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, hat die Einschätzung von Experten bestätigt, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für Covid-19-Medikamente geben könnte. "Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Spätsommer die ersten belastbaren Ergebnisse aus den derzeit laufenden Studien bekommen", sagte Broich dem "General-Anzeiger" aus Bonn. "Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können".

Derzeit gebe es für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege, betonte er auch Positive Hinweise etwa bei Remdesivir seien mit Fragezeichen versehen. Erst seien die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen abzuwarten. Die Entwicklung eines gänzlich neuen Arzneimittels zur Behandlung spezifischer Infektionen nimmt üblicherweise mehrere Jahre in Anspruch. Vor allem die klinischen Studien an Menschen sind sehr aufwendig. 

10:20 Uhr - Tausende Verbraucher beantragen Zahlungsaufschub bei Krediten

Tausende Verbraucher haben in der Corona-Krise den Aufschub von Zahlungen für Kredite beantragt. Allein die Sparkassen setzten bislang nach Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) Zins- und Tilgungsleistungen von 80.000 Kreditnehmern aus. Seit 1. April müssen Banken Verbrauchern, die wegen der Krise in Not geraten sind, die Zahlung von Zins, Tilgung oder Rückzahlung von Konsumenten- und Immobilienkrediten für drei Monate stunden. Die Sparkassen hatten bereits einige Tage vorher eine Kulanzregelung eingeführt.

Bei der Commerzbank wurde bisher 1,5 Prozent der Gesamtbestandes der Verbraucherkredite gestundet (Stichtag 6. April). Das Institut genehmige alle Anträge auf Stundungen, wenn diese aufgrund der Corona-Krise gestellt würden. Insgesamt rechnet das Geldhaus mit 10 bis 20 Prozent an Anträgen bezogen auf den gesamten Bestand der Verbraucherkredite. Auch bei den Volks- und Raiffeisenbank dürften ihrem Verband BVR zufolge die ersten Anträge eingegangen sein. Nach Einschätzung von Verbraucherschützern wird eine Stundung allein indes nicht reichen.

09:20 Uhr - Expertin: Raucher haben höheres Risiko für schweren Corona-Verlauf

Mit dem Coronavirus infizierte Raucher haben nach Überzeugung einer Expertin ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenerkrankung Covid-19. "Studien aus China und USA zeigen, dass diese Gefahr bei häufig tabakbedingten Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Krebs höher ist", sagte Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Einzelne Studien verwiesen auf eine erhöhte Mortalität für diese Gruppe. "Die aktuelle Covid-19-Pandemie kann eine zusätzliche Motivation sein, mit dem Rauchen aufzuhören", betonte die Leiterin der DKFZ-Stabsstelle Krebsprävention.

09:01 Uhr - Ausgangsverbot in mehr als 30 türkischen Städten führt zu Panikkäufen

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende kurzfristig Ausgangsbeschränkungen in 31 Städten verhängt. Das betrifft auch die größte Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, wie Provinz-Gouverneur Ali Yerlikaya am späten Freitagabend in einem Tweet bestätigte. Details und Ausnahmen zu dem Ausgangsverbot in der Türkei sickerten erst nach und nach durch. Einem Tweet des Innenministeriums zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Großstädte Izmir und Antalya betroffen. Das Verbot sollte demnach von Mitternacht in der Nacht zum Samstag bis Mitternacht in der Nacht zum Montag gelten.

Weil die Maßnahme nur mit knapp zwei Stunden Vorlauf verkündet wurde, setzten in Istanbul sofort Panikkäufe ein. In Supermärkten, vor Bäckereien und Nachbarschaftsläden bildeten sich Schlangen. Der Oppositionsbürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, kritisierte die kurzfristig kommunizierte Maßnahme. Innenminister Süleyman Soylu rief der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge zur Ruhe auf. Es gebe keinen Grund für Panikkäufe, unter anderem würden am Samstag die Bäckereien geöffnet sein, die ihre Waren dann ausliefern dürften. 

08:15 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
Deutschland 122.171 2.736
USA 501.609 18.777
Italien 147.577 18.849
Spanien 158.273 16.081
Frankreich 125.931 13.197
Großbritannien 74.605 8.958
weltweit 1.699.019 102.774

Wir starten in den 11. April mit den aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität.

Archiv: Die Meldungen des Vortages

+++ Alle Meldungen vom Samstag, 11. April, lesen Sie hier +++